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02:02 16 Oktober 2019
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    Schule in Russland

    Skandal in Russland: Schule erhöht Mindestnote für Mädchen – Direktorin gibt bizarre Erklärung

    © Sputnik / Alexey Malgavko
    Gesellschaft
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    In einer Schule der russischen Stadt Perm ist es bei der Aufnahme in die erste Klasse zu einem höchst bizarren Zwischenfall gekommen, der für Empörung unter den Eltern der Grundschüler sorgte, schreibt das lokale Portal 59.ru am Mittwoch.

    Für Mädchen und Jungen wurden demzufolge unterschiedliche Mindestnoten bestimmt. Mädchen brauchten mindestens 69,1 Punkte, um in die Schule aufgenommen zu werden. Für Jungen reichten dafür jedoch nur 65,7 Punkte aus.

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    Die Schuldirektorin, Tatjana Djakonowa, musste die Situation rechtfertigen – und lieferte eine bizarre Erklärung:

    „Jedes Jahr ist es bei uns so. Wir haben ein Gender-Prinzip bei der Ausbildung: sowohl Jungen als auch Mädchen (besuchen eine Klasse – Anm. d. Red.). Wir haben keine Klassen, die ausschließlich aus Mädchen bestehen“.

    Die Mädchen seien „fleißiger“ und zeigen nach den Vorbereitungskursen „bessere Ergebnisse“. Die meisten Jungen „haben aber solch einen Fleiß nicht“. Deswegen haben sie laut der Direktorin schlechtere Noten.

    „Später hingegen werden sie zu Chefs“, äußerte Djakonowa laut dem Portal.

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    Die unterschiedlichen Forderungen empörten die Eltern der Schulanfänger. 59.ru zufolge wurden rund 20 Mädchen in die Schule nicht aufgenommen, die es geschafft hätten, wären die Bedingungen gleich gewesen.

    Die Beauftragte für Kinderrechte im Gebiet Perm, Swetlana Denissowa, bezeichnete die Entscheidung der Schulleitung als seltsam. Sie forderte die Eltern auf, sich an die Kinderechtbeauftragte schriftlich zu wenden. Dann soll die Rechtmäßigkeit der Handlungen der Schule überprüft werden.

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    Gemäß dem Paragraph 67 des russischen Föderalen Gesetzes 273 müssen alle Bürger, die das Recht auf eine Schulausbildung haben, in eine Lehranstalt der entsprechenden Stufe aufgenommen werden, wenn sie auf dem Territorium wohnen, das dieser Lehranstalt zugeordnet ist.

    Der Permer Schule sind nur vier Häuser zugeordnet, so das Portal. Denissowa betonte, dass die Schulen erst dann Aufnahmeprüfungen mit Notenvergabe durchführen dürften, wenn es sich um Kandidaten für freie Plätze handele.

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    Tags:
    Eltern, Lehrer, Gleichstellung, Gendergleichheit, Gender, Geschlecht, Prüfung, Test, Musterschüler, Schülerinnen, Schülerin, Schüler, Schulen, Schule, Perm, Russland