17:37 16 Juni 2019
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    Kartoffelsalat (Symbolbild)

    Fast tödlicher Kartoffelsalat: 74-Jährige verurteilt

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    Das Landgericht München I hat am Donnerstag im Prozess um den versuchten Mord mit in einen Kartoffelsalat beigemengtem Frostschutzmittel das Urteil gefällt. Das meldet die DPA.

    Laut Anklage wollte eine Seniorin an das Erbe ihres Mannes. Der heute 82-Jährige überlebte die Tat, so die Agentur.

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    Die Frau wurde wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt. Bei der Urteilsverkündung war das Gericht davon überzeugt, dass die 74-Jährige ihren Mann von langer Hand geplant vergiften und töten wollte.

    DPA zufolge recherchierte die Frau schon 2014 – und nur rund 24 Stunden nach dem ersten Hochzeitstag – im Internet mögliche Tötungsarten. Schließlich soll sie eine Flasche mit Ethylenglykol bestellt haben. Im Mai vergangenen Jahres servierte sie ihrem Mann dann das beinahe tödliche Abendessen.

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    Offenbar ist die Seniorin Wiederholungstäterin: Einen ihrer früheren drei Ehemänner und dessen Freund soll sie mit K.-o.-Tropfen betäubt – und dann im Lokal den Freund des Mannes nach Geld durchsucht haben.

    Die finanziell schlecht gestellte Frau soll bereits nach exakt einem Jahr Ehe im Internet den Suchbegriff „Witwenrente“ aufgerufen haben, schreiben deutsche Medien unter Verweis auf die Polizei.  Die 74-Jährige spekulierte vermutlich auf die Rente und den Pflichtteil des Erbes ihres Mannes, erläuterte Staatsanwalt Laurent Lafleur in seinem Plädoyer laut Medienberichten. Die Angeklagte habe im Internet eine Generalvollmacht heruntergeladen und darauf die Unterschrift ihres Mannes gefälscht.

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    Das Urteil ist DPA zufolge noch nicht rechtskräftig. Ihr Anwalt will Revision einlegen, denn „zehneinhalb Jahre Gefängnis bedeuten für eine 74-Jährige lebenslänglich“. Der Verteidiger hatte auf Freispruch plädiert. Die Argumentation: Der Mann habe sich das Essen selbst zubereitet.

    Das Opfer hat allem Anschein nach mit der Situation abgeschlossen. Der 82-Jährige sagte nach der Urteilsverkündung, dass seine Frau höchst kriminell sei. Doch erst nach drei Jahren habe er gemerkt, dass etwas nicht stimme.

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