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    Migranten auf der griechischen Insel Lesbos (Archiv)

    Trotz Flüchtlingspaktes EU-Türkei: Mehr als 150 Migranten in der Ägäis aufgegriffen

    © AP Photo / Sergey Ponomarev/The New York Times/Columbia University
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    Ungeachtet der EU-Vereinbarung mit Ankara setzten mehr als 150 Migranten aus der Türkei zwischen Montag- und Dienstagmorgen nach Griechenland über, meldet die DPA unter Berufung auf die griechische Küstenwache.

    Auf der Kleininsel Nimos der Dodekanes-Inselgruppe wurden demzufolge am Dienstagmorgen 17 Migranten entdeckt. Sie seien in der Nacht mit einem Schlauchboot von der rund zehn Kilometer entfernten türkischen Küste aufgebrochen, teilte die Küstenwache mit.

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    Weitere 57 Migranten waren am Vortag vor den Inseln Lesbos und Farmakonisi aufgegriffen worden. Vor der nordgriechischen Hafenstadt Alexandroupolis entdeckte die Küstenwache 83 weitere Migranten.

    Der Flüchtlingspakt EU-Türkei

    Ankara hatte sich in einem Abkommen mit der EU verpflichtet, die See- und Landgrenzen der Türkei vom 18. März 2016 an so zu sichern, dass möglichst keine Migranten mehr illegal nach Europa gelangen können.

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    Im Gegenzug wurden der Türkei bis zu sechs Milliarden Euro zugesagt — vor allem zur Versorgung der Schutzsuchenden im Land, deren Zahl sich nach türkischen Angaben auf rund 3,6 Millionen belaufe. Bisher wurden etwa drei Milliarden Euro gezahlt.

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    Asyl, Asylheim, Asylrecht, Migrationshintergrund, Migrationsstroeme, Migration, Migrationspakt, Flüchtlingskrise, Flüchtlingswelle, Flüchtlingslager, Flüchtlingsquote, Flüchtlingsdeal, Geflüchtete, Flüchtling, Einwanderer, Migrantenstopp, Migranten, Türkei, Griechenland, Europäische Union, Europa, EU