05:14 25 Oktober 2020
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    Kosmonauten: Treffen der Generationen – VIDEO

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    Den Kosmos kennen beide: Der russische Kosmonaut Oleg Artemyev, Kommandeur der Sojus MS-08, war 2018 auf der internationalen Raumstation ISS. Zu seinen kosmischen Wegbereitern gehört Sigmund Jähn. Der heute 82-jährige flog 1978 als erster Deutscher ins All.

    Bei ihrem Treffen in Berlin hat Sputnik die Raumfahrer ein Stück mit der Kamera begleitet.

    Das Weltall erkunden: Ein Menschheitstraum. Die bemannte Raumfahrt führt seit 1961 Missionen ins All. Mittlerweile geht es mit russischen Sojusraumschiffen zur internationalen Raumstation ISS. Aus unendlichen Weiten...nach Berlin:

    Zwei Kosmonauten sitzen beim gemütlichen Kaffeeplausch im Russischen Haus. Gleich mehrere Raumfahrer-Generationen liegen zwischen Ihnen. Da ist der 82-Jährige Sigmund Jähn: Der erste Deutsche im All. Er flog 1978 in der sowjetischen Raumkapsel Sojus 31 zusammen mit Waleri Bykowski zur sowjetischen Raumstation Saljut 6. Der Flug dauerte sieben Tage, zwanzig Stunden, 49 Minuten und vier Sekunden.

    >>>Andere Sputnik-Artikel: Früherer sowjetischer Kosmonaut und Jähn-Begleiter Walerij Bykowskij gestorben<<<

    Und da ist Oleg Artemyev: In einer Sojus MS-08 ist er 40 Jahre nach Jähn als Bordingenieur bei ISS-Expeditionen im All, installiert etwa im mehrstündigen Außenbordeinsatz die ICARUS-Antenne. Artemyev kehrte erst vor einigen Monaten auf die Erde zurück, wartet auf seinen nächsten Einsatz.

    Anlass des Treffens der beiden Kosmonauten ist die Einladung zur Aerophil. Eine Messe von Briefmarkensammlern zum Thema Kosmos und zum 100. Jahrestag der ersten amtlichen Luftpost

    Während sich Oleg Artemyev von Walter Hopferwieser in die Sammler-Materie einführen lässt, widmet Jähn sich den Autogrammjägern. Er ist besonders in Ostdeutschland populär und beliebt. So ist er etwa Ehrenbürger Berlins und seines Geburtsortes Morgenröthe-Rautenkranz, nur für ein Bundesverdienstkreuz hat es für den ersten Deutschen im All bis zum heutigen Tage nicht gereicht.

    Im Kinosaal des Russischen Hauses der Wissenschaft und Kultur steht der russische Kosmonaut dem interessierten Publikum Rede und Antwort, berichtet von seinen beiden Weltraummissionen. Derweil widmet sich DDR-Kosmonaut Jähn weiter den Autogrammjägern. Die Frage, ob er nochmal ins All wollen würde, bejaht er.

    „Im All haben wir Sehnsucht nach der Erde und auf der Erde fehlt uns das Weltall. Jedem der im Kosmos war, wird er zur zweiten Heimat und der Drang wieder dorthin zu fliegen ist noch größer als beim ersten Mal“, sagt Oleg Artemyev.

    „Man versteht plötzlich, dass Grenzen von Menschen selbst gezogen werden, aber faktisch leben wir gemeinsam auf einem Planeten, fliegen gemeinsam auf einem Raumschiff, das die Sonne umkreist. Das ist ein unbeschreiblich berührendes Gefühl,  so Kontakt zu deiner Erde zu haben. Du verstehst, dass es nichts Vergleichbares gibt: So einen Ort gibt es nicht nochmal, wir müssen sie behüten, unsere Erde!“

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    Tags:
    Flug, Sojus, Geschichte, Sigmund Jähn, Weltraumfahrt, DDR, UdSSR
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