04:25 17 November 2019
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    Polizisten vor dem Haus des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke

    Wer ermordete Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke? Ermittler stehen vor Rätseln

    © REUTERS / RALPH ORLOWSKI
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    Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke ist nach einem Kopfschuss gestorben. Der Fall stellt die Ermittler vor viele Rätsel. Sie suchen fieberhaft nach Motiv und Täter. Doch die Ermittlungen werden schwierig.

    Nach dem tödlichen Schuss auf den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke gehen die Ermittlungen weiter. Polizei und Staatsanwaltschaft vermuten nach den bisherigen Erkenntnissen ein Verbrechen, haben aber noch keine konkreten Hinweise auf das Motiv und den Täter.

    Ersten Ermittlungsergebnissen zufolge starb er an einem Schuss aus nächster Nähe in den Kopf. Hinweise auf einen Suizid haben Polizei und Staatsanwaltschaft nicht gefunden.

    Eine Sonderkommission unter Leitung des hessischen Landeskriminalamts wurde eingesetzt, um die Tat aufzuklären. Auch das Bundeskriminalamt hilft bei der Auswertung von Spuren am Tatort.

    „Wir ermitteln in alle Richtungen”, sagte hierzu die Präsidentin des hessischen Landeskriminalamts, Sabine Thurau.

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    Eine heiße Spur gebe es bislang noch nicht. Oberstaatsanwalt Horst Streiff sagte bei einer Pressekonferenz am Montagabend auf die Frage, ob die Tat in Zusammenhang mit früheren Morddrohungen gegen Lübcke wegen dessen Haltung zu Flüchtlingen stehen könnte, dass es dazu bislang keine Erkenntnisse gebe. Mögliche Zeugen wurden gebeten, sich mit Hinweisen per Mail oder Telefon bei der Polizei zu melden.

    LKA-Präsidentin Thurau bat in der Zwischenzeit, nicht über Täter und Motive zu spekulieren. Doch bereits jetzt hat die magere Faktenlage dazu geführt – eben wegen der zahlreichen Drohungen, die der Politiker erhalten hatte.

    Vor allem im Jahr 2015, als sich der Regierungspräsident mit der Unterbringung von Flüchtlingen beschäftigt hatte, war er zum Ziel zahlreicher verbaler Angriffe geworden.

    Auch seine Aussage, wer gewisse Werte des Zusammenlebens nicht teile, könne das Land verlassen, hatte in sozialen Netzwerken zu einer Drohungswelle geführt.

    Lübcke hatte als politischer Spitzenbeamter zehn Jahre lang das Regierungspräsidium Kassel geleitet, eine Verwaltungsbehörde auf mittlerer Ebene zwischen dem Land Hessen und seinen Gemeinden. Sein Tod hat in Hessen für große Bestürzung gesorgt.

    Der 65-jährige CDU-Politiker Lübcke war in der Nacht zum Sonntag mit einer Schusswunde auf der Terrasse seines Wohnhauses in dem Dorf Wolfhagen-Istha gefunden worden.

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    Tags:
    LKA, CDU, Mordanschlag, Mordverdacht, Mordaufruf, Ermordung, Mord, Drohung, Wut, Walter Lübcke, Kopfschuss, Kassel