07:09 29 November 2020
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    Das rheinland-pfälzische Oberverwaltungsgericht hat beschlossen, das Burkini-Verbot für Badegäste in Koblenz vorerst außer Kraft zu setzen.

    Das grundsätzliche Verbot in der Badeordnung der Stadt verletze das verfassungsrechtliche Gleichbehandlungsgebot, hieß es in dem am Freitag veröffentlichten Gerichtsentscheid.

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    Gesorgt dafür hat der Eilantrag einer in Koblenz lebenden Muslimin. Sie erklärte, wegen einer Rückenkrankheit seien ihr ärztlich Schwimmbadbesuche empfohlen worden, um ihre Schmerzen zu lindern. Die Klägerin argumentierte, dass sie wegen ihres Glaubens nur mit einem Burkini schwimmen könne.

    Der Stadtrat in Koblenz hatte mit knapper Mehrheit dafür gestimmt, dass Schwimmbäder nur in Badehose, Badeanzug, Bikini oder Badeshorts benutzt werden dürfen. Bei Burkinis gebe es hygienische Bedenken – denn man könne nicht kontrollieren,  ob die Trägerin  offene Wunden, Ausschläge oder ansteckende Krankheiten habe.

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    jeg/dpa

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    Tags:
    Gericht, Aufhebung, Verbot, Burkini, Frauen, Muslime, Koblenz