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    Berliner Gericht verurteilt zwei Frauenärztinnen wegen eines Satzes

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    Gesellschaft
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    Zwei Berliner Frauenärztinnen haben nach einem Bericht des „Berliner Kurier” mit einem einzigen Satz auf ihrer Internetseite gegen das Werbeverbot für Abtreibungen verstoßen und sind deswegen zu Geldstrafen verurteilt worden.

    „Auch ein medikamentöser, narkosefreier Schwangerschaftsabbruch gehört zu den Leistungen von Frau Dr. Gaber” – so stand es auf der Homepage ihrer gemeinsamen Praxis.

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    Damit sind Bettina Gaber und Verena Weyer ins Visier der Abtreibungsgegner geraten, die sie angezeigt haben: Nach der Reform des Paragrafen 219a im Strafgesetzbuch ist es nicht erlaubt, auf Methoden zur Durchführung eines Schwangerschaftsabbruchs auf der eigenen Webseite hinzuweisen.

    Das Amtsgericht Tiergarten hielt sich daran und verhängte gegen die Gynäkologinnen Geldstrafen von je 2.000 Euro.

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    Nach dem Urteil kündigten aber die beiden Ärztinnen laut der Zeitung Rechtsmittel an und betonten, sie würden den „Kampf gegen den unsäglichen Paragrafen fortführen.“

    jeg

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    Tags:
    Geldstrafe, Gericht, Werbung, Abtreibung, Frauen, Berlin