04:50 14 November 2019
SNA Radio
    Protest gegen Kirchenbau in Jekaterinburg (Archiv)

    Nach Protesten in Jekaterinburg: Geistliche verzichten auf umstrittenen Kirchenbauplatz

    © Sputnik / Pawel Lissizin
    Gesellschaft
    Zum Kurzlink
    5648
    Abonnieren

    Nach tagelangen Protesten hat die Jekaterinburger Eparchie darauf verzichtet, die in der Stalin-Zeit gesprengte Kathedrale an dem umstrittenen Ort in einem im Stadtzentrum von Jekaterinburg gelegenen Park wieder zu errichten. Das gab die Eparchie auf ihrer offiziellen Seite bekannt.

    Der Metropolit von Jekaterinburg und von Werchoturje, Kirill, erklärte, er wolle nicht, dass der Bauplatz für die Kathedrale die Menschen spalte. Deshalb werde auf die Errichtung der Katharina-Kirche im Park neben dem Swerdlowsker Akademischen Dramentheater verzichtet.

    >>>Mehr zum Thema: Kirchenstreit in Jekaterinburg: Erfolg für Protestler? Gouverneur lenkt ein<<<

    Die Stadtleitung von Jekaterinburg wollte zuvor in einem Park im Stadtzentrum die St. Katharina-Kirche wiederaufbauen, die von den Bolschewiki im Frühjahr 1930 zerstört worden war. Die neue Kirche sollte 2023 anlässlich des 300. Geburtstages der Stadt fertig sein.

    Weil dafür eine der wenigen Grünflächen in der Industrie-Metropole verschwinden muss, protestierten Hunderte Bewohner Mitte Mai tagelang gegen das Vorhaben. Sie belagerten den Park und gerieten mit den Sicherheitskräften sowie mit Gläubigen aneinander. 100 Menschen wurden festgenommen.

    >>>Mehr zum Thema: Gewaltsame Proteste am Ural: Putin greift in Kirchenstreit ein<<<

    Die Erhebung des staatlichen Meinungsforschungszentrums WZIOM ergab, dass fast drei Viertel der Einwohner von Jekaterinburg den Park neben dem Swerdlowsker Akademischen Dramentheater für keinen geeigneten Ort für den Bau der Kathedrale halten.

    mo/sna

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Demonstration, Demonstranten, Demos, Demo, Protest, Kirche, Ural, Russland, Jekaterinburg