20:06 04 April 2020
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    Das Statistische Bundesamt hat jetzt mitgeteilt, dass die Lebenshaltungskosten in Deutschland deutlich günstiger sind als im Nachbarland Österreich. Demnach liegen die Preise in der Alpenrepublik um fast zehn Prozent über dem Durchschnitt der Europäischen Union. Ganz im Gegensatz zu Deutschland. Allerdings ist die Schweiz sogar noch teurer.

    Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden basieren auf Datenmaterial der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Und sie verblüffen, bestätigen oder verärgern die jeweiligen Betrachter. Denn es gibt nur wenige Deutsche, die nicht das Gefühl haben, dass alles immer teurer wird und die den Eindruck gewinnen, Politik, Wirtschaft und Statistiker versuchten ihnen einzureden, sie würden nicht am besten wissen, was sie sich für ihr Geld heute beziehungsweise vor zehn Jahren kaufen konnten.

    Diesen Konflikt werden auch wir nicht lösen, wir können nur wiedergeben, was Deutschlands offizielle Statistikbehörde jetzt bekanntgegeben hat. Demnach liegt Deutschland nur knapp über dem Preisdurchschnitt für die Lebenshaltungskosten in der Europäischen Union (EU). Unsere direkten Nachbarn Österreich und die Schweiz liegen mit knapp zehn Prozent beziehungsweise fast 52 Prozent über dem EU-Durchschnitt.

    In dem so genannten Warenkorb, mit dem die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten innerhalb der EU berechnet werden, werden vor allem die Ausgaben für Lebensmittel, Wohnen und Energie, aber auch für Mobilitätskosten zum Erreichen des Arbeitsplatzes oder zur Versorgung der Kinder zusammengefasst.

    In Österreich haben die Zahlen für wenig Erstaunen gesorgt. Allerdings fragt man sich zwischen Wien und Salzburg schon, warum trotz dieser vergleichsweise hohen Kosten für den alltäglichen Bedarf dennoch so viele Deutsche unbedingt nach Österreich auswandern wollen. Nach offiziellen Angaben der österreichischen Behörden stellen die Deutschen mehr als ein Zehntel aller in Österreich lebenden Ausländer dar. 2017 wurde die Zahl der deutschen Staatsbürger, die in Österreich lebten mit 181.618 angegeben – bei einer Gesamteinwohnerzahl von rund 8,8 Millionen und einem Ausländeranteil von rund 1,3 Millionen Menschen. Etwaige hohe Lebenshaltungskosten waren dafür wohl weniger ausschlaggebend.

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    Tags:
    Statistisches Bundesamt, Miete, Kinder, Versorgung, EU, EU, Preise, Kosten, Lebensmittel, Schweiz, Deutschland, Österreich