23:20 07 Dezember 2019
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    Lebensmittel in einem Supermarkt (Symbolbild)

    Brüsseler Studie: Gibt es einen „Lebensmittelrassismus“ im Osten der EU?

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    Die EU hat eine länderübergreifende Studie durchgeführt, in der sie verschiedene Lebensmittel auf ihre Inhaltsstoffe getestet hat. Grund dafür waren Klagen aus dem Osten der Union gewesen, berichtet der Tages-Anzeiger.

    Auf Anforderung der Visegrád-Staaten (Polen, Ungarn, Tschechien und Slowakei) wurde Brüssel aktiv: Im Namen der EU führte man eine Studie durch, in der 1400 Produkte in 19 EU Ländern getestet wurden. Es ergibt sich, dass es keine einheitlich geografischen Muster gebe, welche die Behauptung, im Westen erhalte man qualitativ bessere Produkte, bestätigen. Man kann in dem 500-Seiten-langen Bericht aber auch Differenzen finden, die genau das aussagen. Ein Beispiel dafür wären „Choco Cookies“, die in Bulgarien, Lettland und Litauen zwei Prozent weniger Schokolade enthalten würden, als in Deutschland oder Frankreich. Auch betroffen von diesem Ost-West-Unterschied seien Bier und Mayonnaise. Die Hersteller der Marken begründen diese Abweichungen damit, dass sie sich den regionalen Essgewohnheiten oder den Normen des jeweiligen Marktes anpassen.

    Auch wenn man nicht von einer „Ost-West-Spaltung“ bei Markenprodukten reden kann, verspicht Justizkommissarin Vera Jourová, weiterhin gegen die Zweiklassenqualität vorzugehen. Auch die EU-Kommission fordert Organisationen außerhalb der Regierung auf, Vorschläge für Konsumentenschutz einzureichen. Dafür wurde ein Budget von 1,26 Millionen Euro bereitgestellt.

    Schon 2015 wurden erste Untersuchungen von Konsumentenschützern durchgeführt. 2017 kam es oftmals zu Klagen aus dem Osten der Union über qualitative Mängel von Markenprodukten. Die polnische Zeitung „Prawna“ sprach sogar von einem „Lebensmittelrassismus“.

    Dieser Konflikt begann einst mit Vorwürfen des slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico, erklärt RT Deutschland: Anhand einer Demonstration von Produkten, die er am gleichen Tag einmal in der Slowakei und einmal in Österreich gekauft hätte. In seinem Test kam heraus, dass Produkte wie beispielsweise Fischstäbchen, Waschmittel oder Kaffee im Osten wesentlich schlechtere Qualität vorwiesen würden als im Westen.

    lm

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