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09:37 19 August 2019
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    Deutsche Polizei (Archivbild)

    Leipzig: Hunderte demonstrieren gegen Abschiebung – Polizei mit Großeinsatz vor Ort

    © Sputnik / Stringer
    Gesellschaft
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    Hunderte Leipziger haben laut Medienberichten in der Nacht auf Mittwoch versucht, eine geplante Abschiebung zu verhindern. Dabei sei die Situation schnell außer Kontrolle geraten. Die Einsatzkräfte wurden gewaltsam angegangen: Es flogen Steine und Bierflaschen auf sie. Die Beamten reagierten mit „unmittelbarem Zwang”.

    Der Protest startete Polizeiangaben zufolge am Dienstagabend im östlich gelegenen Stadtteil Volkmarsdorf. Dort sollen sich etwa 30 Menschen versammelt haben, um die Abschiebung zu verhindern. Dies habe den Einsatz blockiert. Daraufhin sei eine Spontandemo mit rund 500 Teilnehmern angemeldet worden.

    Um 1:30 Uhr war die Versammlung laut Polizei offiziell beendet. Die Lage spitzte sich danach zu. Einsatzkräfte seien mit Bierflaschen und Steinen „attackiert“ worden, die Polizei habe Pfefferspray eingesetzt.

    Grünen-Politiker Jürgen Kasek war nach eigenen Angaben bei der Demonstration dabei und schilderte auf Twitter:

    „Situation eskaliert völlig, Flaschen fliegen durch die Luft. Tränengas in der Luft.“

    Wie die Polizei mitteilte, wurde der abzuschiebende Mann dann weggebracht, er befinde sich „nicht mehr vor Ort“.

    Nach Informationen der „Leipziger Volkszeitung“ handelt es sich um einen kurdischen Syrer, der über Spanien eingereist sein soll.

    jeg/ae

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    Tags:
    Polizei, Abschiebung, Syrer, Demonstration, Leipzig