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12:49 18 Juli 2019
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    VW-Fabrik in Kaluga, Russland (Archivbild)

    Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit: VW ergänzt Betriebsvereinbarung

    © Sputnik / Michail Fomitschew
    Gesellschaft
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    Der Autobauer Volkswagen will ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen. Die Betriebsvereinbarung über „Partnerschaftliches Verhalten am Arbeitsplatz” wurde um einen entsprechenden Passus ergänzt, wie ein VW-Sprecher am Mittwoch sagte.

    In der ergänzten Fassung der Vereinbarung heißt es: „Äußerungen, Verhaltensweisen und Symbole, die fremdenfeindlich, extremistisch, antisemitisch oder auf andere Weise menschenverachtend sind oder damit im Zusammenhang stehen, widersprechen Respekt und Toleranz und verstoßen gegen die Grundsätze dieser Betriebsvereinbarung”. Zuvor hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung” darüber berichtet.

    Rechtsextremistische Aufschriften

    Wie jedes Unternehmen sei VW ein Spiegel der Gesellschaft, deswegen bekomme das Thema Extremismus auch dort Aufmerksamkeit, erklärte der Sprecher. Derartigen Ausfällen wolle man vorbeugen. Die Zeitung schrieb, Auslöser für die Aktualisierung der Betriebsvereinbarung sei, dass ein Vertrauensmann bei VW im vergangenen Sommer Mitarbeiter in T-Shirts mit rechtsextremistischen Aufschriften gesehen habe.

    Er soll dort Mitarbeiter mit T-Shirts mit Aufschriften wie „C 18” gesehen haben. Das stehe für „Combat 18” und sei das Zeichen einer militanten rechtsextremistischen Organisation. Andere Mitarbeiter trugen T-Shirts mit einer Sonne und dem Spruch „nicht nur von der Sonne braun”, schrieb die Zeitung. Der Vertrauensmann bei VW sei entsetzt gewesen und habe Ende letzten Jahres darüber öffentlich auf einer Betriebsversammlung gesprochen.

    ai/dpa

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    Tags:
    Rechtsextremismus, Vertrag, VW-Konzern