01:21 17 November 2019
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    Internationale Nachrichtenagentur Sputnik (Archiv)

    Wegen Sputnik und RT: Chefin der Auslandspresse-Vertretung übt Kritik an London

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    Die italienische Journalistin Deborah Bonetti, Direktorin der „Foreign Press Association“ – die Vertretung der Auslandspresse in London – hat die Nichtzulassung von Sputnik und RT zur in der britischen Hauptstadt stattfindenden Konferenz über Pressefreiheit kritisiert.

    Die Organisations-Chefin kommentierte gegenüber RIA Novosti die Entscheidung des britischen Außenministeriums, Sputnik und RT die Akkreditierung zu der Veranstaltung zu verweigern.

    „Ich denke nicht, dass der Ausschluss von jemandem unter nicht klaren Kriterien irgendwelchen Nutzen bringen kann“, sagte Bonetti.

    Viele Mitglieder der Zusammenkunft „fragen sich“ demzufolge, warum „einige die Konferenz zur Pressefreiheit besuchen durften, andere jedoch nicht“.

    Die „einzig mögliche Weise“, auf die die Pressefreiheit und der Journalistenschutz voranschreiten können, sei es, „echte Journalisten, die ihre Arbeit erfüllen, zu vereinen“. Das gelte besonders für diejenigen, die ihre Arbeit unter „schweren Bedingungen ableisten“.

    Akkreditierungsverweigerung für Sputnik und RT

    Zuvor hatten die Organisatoren der Global Conference for Media Freedom, die am 10. und 11. Juli in London stattfinden soll, einem Sputnik-Korrespondenten die Akkreditierung verweigert. Die russische Botschaft in London bezeichnete diese Entscheidung als eine Diskriminierung durch das britische Außenministerium. Nach Informationen der Chefredakteurin von Sputnik und Russia Today, Margarita Simonjan, hatte das für die Zulassung der Presse zu der Veranstaltung zuständige Team bekanntgegeben, dass es keine freien Plätze mehr gebe.

    Das britische Außenamt begründete seinen Verzicht, Sputnik und RT für die Konferenz zu akkreditieren, mit deren angeblichen „aktiven Rolle bei der Verbreitung von Desinformation“. Das Ministerium berief sich dabei auf die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom, die RT zuvor eine Verletzung der Regeln der Fernsehausstrahlung vorgeworfen hatte. Der russische Sender bestritt die Beschuldigungen.

    In Bezug auf Sputnik folgte keine Antwort vom britischen Außenministerium.

    Die Vertretung der Auslandspresse in London

    Die „Foreign Press Association“ ist eine der ältesten Verbindungen ausländischer Journalisten in der Welt. Sie funktioniert seit 1888 und ist die einzige Organisation, die in London tätige ausländische Journalisten akkreditieren darf.

    mo/gs/sna

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    Tags:
    Großbritannien, Russland