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    Muslime in einer Moschee in Berlin (Archiv)

    Neue Studie: Hälfte der Deutschen empfindet Islam als Bedrohung

    © AP Photo / Markus Schreiber
    Gesellschaft
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    Die Bertelsmann-Stiftung hat auf Basis des repräsentativen „Religionsmonitors“ eine Studie zu Demokratie und religiöser Toleranz durchgeführt und teils brisante Ergebnisse erhalten.

    Die Ergebnisse der neuen Bertelsmann-Studie vom Donnerstag zeigen zum einen, dass die Angehörigen aller Religionen gleichermaßen demokratischen Werten und Prinzipien zustimmen. Demnach hält die große Mehrheit von 89 Prozent der deutschen Bevölkerung – über alle Religionen hinweg – die Demokratie in Deutschland für eine gute Regierungsform.

    „Angehörige egal welcher Religion können gute Demokraten sein“, betonte in diesem Zusammenhang Studienautor und Religionssoziologe Gert Pickel.

    Zugleich entdeckte die Studie bei religiöser Toleranz Defizite. Vor allem der Islam werde von vielen extrem negativ wahrgenommen – so die Studie. Demnach empfinde die Hälfte der Befragten den Islam als Bedrohung.

    Diese Tendenz sei in Ostdeutschland stärker als im Westen.

    So wollen laut der Studie 30 Prozent im Osten und 16 Prozent im Westen keine Muslime als Nachbarn.

    Zugleich erklärte Stiftungsexpertin Yasemin El-Menouar in Gütersloh, dass die recht weit verbreitete Islamskepsis nicht unbedingt mit Islamfeindlichkeit gleichzusetzen sei.

    Diese sei aber definitiv vorhanden. So wollen 13 Prozent der Bevölkerung die Zuwanderung von Muslimen stoppen, heißt es in der Studie.

    SB/ng/

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    Tags:
    Umfrage, Demokratie, Zentralrat der Muslime, Muslime, Islam