15:34 03 Dezember 2020
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    Siemens-Chef Joe Kaeser hat eine Morddrohung aus dem mutmaßlich rechtsextremen Milieu erhalten. In einer E-Mail soll ihm damit gedroht worden sein, „der nächste Lübcke“ zu werden. Eine Strafanzeige wurde erstattet.

    Die Staatsanwaltschaft Deggendorf bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag, dass eine Strafanzeige in dem Fall eingegangen sei. Konkretere Details nannte sie aber nicht.

    Die „Wirtschaftswoche“ hatte zuvor unter Berufung auf das Landeskriminalamt (LKA) berichtet, dass dem Manager per E-Mail gedroht worden sei, „der nächste Lübcke“ zu werden. Dem Bericht zufolge soll die Drohung zudem von einer Adresse mit der Kennung „adolf.hitler@nsdap.de“ abgeschickt worden sein. Die Adresse sei den Sicherheitsbehörden aus einem anderen Fall bekannt.

    Demnach habe das LKA darauf hingewiesen, dass auch denkbar sei, dass der E-Mail-Domain-Server gekapert wurde, hieß es in dem Bericht. Zudem ist von Hinweisen die Rede, die ins Ausland führen.

    Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke war Anfang Juni durch einen Kopfschuss getötet worden. Die ermittelnde Bundesanwaltschaft stuft den Mord als politisches Attentat mit rechtsextremem Hintergrund ein.

    Siemens lehnte eine Stellungnahme zu dem Fall ab. Auch die Polizei stand für einen Kommentar zunächst nicht zur Verfügung.

    SB/ng/

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    Mordaufruf, Mordfall, Mord, Walter Lübcke, Siemens