00:29 17 November 2019
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    Schlacht bei Kursk während des Zweiten Krieges (Archiv)

    „Welt“-Redakteur zur Vernunft gekommen? Prochorowka-Denkmal müsste nicht mehr „abgerissen“ werden

    © Sputnik / Iwan Schagin
    Gesellschaft
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    Der leitende „Welt“-Redakteur für Geschichte Sven Felix Kellerhoff hat in seinem Artikel über die Schlacht bei Prochorowka die provokante Forderung nach einem Abriss des den gefallenen Rotarmisten gewidmeten Denkmals umformuliert. Der Beitrag hat vor allem in Russland kürzlich wegen der Forderung für viel Aufregung gesorgt.

    „Eigentlich müsste dieses Denkmal sofort abgerissen werden“, hieß es in dem Artikel, in dem der Autor Sven Felix Kellerhoff aus seiner Sicht erklärte, warum die Rote Armee im Juli 1943 die Schlacht bei Prochorowka verloren haben soll. Nun heißt es bei ihm: „Für ein Siegesdenkmal gibt es jedoch keinerlei Anlass.“

    Genau wegen dieser Forderung hatte der Text letztlich für viel Unruhe in Russland gesorgt. Der russische Botschafter in Berlin, Sergej Netschajew, nannte die Forderung „inakzeptabel und nicht nachvollziehbar“. Der bekannteste russische Historiker und Forscher der Schlacht, Waleri Samulin, kommentierte seinerseits: „Es ist falsch, wenn ein Ausländer oder gar ein Deutscher diktiert, welche Denkmäler wir aufstellen und welche wir abreißen sollen, besonders wenn er sich nicht mit der Problematik auskennt.“ Den deutschen Historiker Erich Später habe der Aufruf „sprachlos und wütend“ gemacht.

    lk

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    Tags:
    Geschichte, Welt, Denkmal, der Zweite Weltkrieg