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12:47 18 Oktober 2019
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    Ein Gelandewagen (Symbolbild)

    Nach „Adolf H.“ in Halle: „Echtes Nazimobil“ auf ukrainischer Autobahn - Foto

    CC0 / zaaclenz / Pixabay
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    Es sieht wie ein gewolltes Zusammentreffen aus: Nachdem ein LkW mit Nazi-Deko am Wochenende im ostdeutschen Halle ordentlich für Aufregung gesorgt hat, meldet der Leiter des ukrainischen Judenkomitees, Eduard Dolinsky, einen ähnlichen Fall auf der ukrainischen Autobahn in der Stadt Dnipro.

    Dolinsky postete auf seiner Facebook-Seite ein von dem Autofahrer Sergej Tscherkasski gemachtes Foto eines Jeeps mit drei Nazi-Symbolen.

    „In Dnipro wurde ein echtes Nazimobil mit komplettem Nazi-Tuning entdeckt: Es ist mit dem Nazi-Symbol Wolfsangel und dem Nazi-Adler verziert und trägt das polizeiliche Kennzeichen 14-88 - das Symbol der Neonazis. Ich frage mich, wem gehört dieses Nazimobil?“- schrieb der Autor des Beitrags.

    Die Wolfsangel war das Emblem der SS-Division „Das Reich“. Spiegelverkehrt ist es im Emblem des Regiments der Nationalgarde der Ukraine „Asow“ abgebildet. 14/88 gilt als kodierter Slogan von Nationalisten, in dem ein Satz aus 14 Wörtern von David Lane, einem Mitglied der Organisation der weißen Separatisten „Der Orden“ und der Nazigruß „Heil Hitler“ verschlüsselt sein sollen.

    Am Sonntag hatte Sputnik über einen LkW auf der Autobahn in Halle berichtet, in dem „Adolf H.“ statt eines Nummernschildes hinter der Frontscheibe zu sehen war. Weiter oben im Lastwagen war dabei in riesigen Lettern in Frakturschrift das Wort „Führerhaus“ aufgedruckt. Der Arbeitgeber des Fahrers, die Firma Papenburg, hatte darauf angekündigt, dass nun sämtliche Lastwagen auf rechte Aufdrucke und Dekoration überprüft werden sollen.

    lk

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