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10:22 19 September 2019
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    Wolfsfigur in Dresden (Archivbild)

    Lübcke-Mord: AfD-Hetze ruft „NS-Wolfsmenschen“ auf den Plan

    © AFP 2019 / ROBERT MICHAEL
    Gesellschaft
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    Nach dem Mord an Regierungspräsident Walter Lübcke hat ein Künstler mit übergroßen Wolfsfiguren zum Widerstand gegen Hass und Hetze aufgerufen. Der Bildhauer Rainer Opolka zeigt die Bronzefiguren in der Innenstadt von Kassel.

    Die Wolfsmenschen, die teilweise Waffen tragen, sind für den Brandenburger Künstler Rainer Opolka ein Symbol des Nationalsozialismus. Die Kritik des Künstlers richtet sich auch gegen die AfD:

    „Insbesondere die Hetze und Hasspropaganda der AfD bewirken in den sozialen und realen Netzwerken Desinformation, eine Umwertung der Werte und eine von jedweder Rechtsstaatlichkeit entbundene Moral“, so der Bildhauer. „Ich stehe hier und sage: Schluss mit dieser Hasspropaganda.“

    Nach eigenen Angaben zieht Opolka seit drei Jahren mit seinen Wölfen durch Deutschland. Er erscheine immer dort, wo Menschenrechte und Demokratie gefährdet seien. Bislang war er an 15 Orten, so in München zum NSU-Prozess oder in Chemnitz nach den rechten Unruhen. Hinter den Aktionen stehe nur er, es sei alles eigen-finanziert, sagte Opolka.

    Der CDU-Politiker Lübcke war am 2. Juni in seinem Haus im Landkreis Kassel erschossen worden. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Der 45-jährige Stephan E. hatte die Tat gestanden und dann sein Geständnis widerrufen.

    ba/dpa

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    Tags:
    Rechtsextremismus, AfD, Kassel, Walter Lübcke