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    Ein LGBT-Regenbogen-Band (Symbolbild)

    LGBT-Aktivistin in St. Petersburg ermordet

    © REUTERS / Maxim Zmeyev
    Gesellschaft
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    In St. Petersburg ist die LGBT-Aktivistin Jelena Grigorjewa ermordet worden. Das teilte der Menschenrechtler Dinar Idrissow auf seiner Facebook-Seite mit. Das russische Ermittlungskomitee hat ein Strafverfahren wegen Mordes eingeleitet.

    Laut Idrissow wurde Grigorjewa in der Nacht auf Sonntag vor ihrem Haus getötet. Die Leiche der Frau wies Medienberichten zufolge acht Stichwunden auf.

    Die Aktivistin soll zuvor zahlreiche Drohungen erhalten und sich auch an die Polizei gewandt haben. Idrissow beklagte in seinem Facebook-Posting, der russische Staat sei verpflichtet gewesen, Grigorjewa das Recht auf Leben zu garantieren. Es habe aber „keine spürbaren Reaktionen“ der Polizei gegeben.

    Die Aktivistin soll kurz vor der Tragödie eine Bekannte gebeten haben, sich im Fall ihres Todes um ihre Katze zu kümmern.

    Die 41-Jährige habe sich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen (LGBT) sowie für Menschenrechte eingesetzt, betonte Idrissow auf Facebook weiter.

    Russischen Medienberichten zufolge hat das Ermittlungskomitee noch keinen Verdächtigen gefunden. Ob der Mord mit der Tätigkeit der Frau im Zusammenhang steht, ist vorerst nicht genau bekannt.

    ta/gs

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