21:49 03 Dezember 2020
SNA Radio
    Gesellschaft
    Zum Kurzlink
    911312
    Abonnieren

    Der Migrationsstrom nach Russland hat vom Januar bis Ende April dieses Jahres mit 98.000 Personen einen zehn Jahre alten Rekord erneuert. „Die derartige Dynamik ist nicht normal“, heißt es in einer von Experten des Gaidar-Instituts und der Russischen Akademie für Volkswirtschaft und Staatsdienst erstellten Studie, die der Agentur Sputnik vorliegt.

    In den ersten vier Monaten 2018 waren 57.100 Migranten nach Russland gekommen. „Die Zahl ausländischer Gastarbeiter nahm seit Beginn 2019 leicht zu, während der Anteil der von ihnen legal Beschäftigten zurückging“, hieß es in dem Papier.

    Der Anteil der Migranten aus Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) erhöhte sich Januar-April 2019 den Angaben zufolge um 57,4 Prozent und der aus anderen Ländern um 420 Prozent. Die meisten Migranten kamen im Zeitraum aus Armenien und aus der Ukraine. Dabei ging die Zahl der Einwanderer aus Weißrussland und Moldau zurück. Ein stärkerer Zufluss von Migranten wird auch aus den zentralasiatischen Republiken Kasachstan und Tadschikistan registriert.

    Aus Ländern außerhalb der Ex-Sowjetunion kamen seit Jahresbeginn 11 600 Menschen nach Russland. Der bisherige Maximum von rund 9000 Migranten wurde Januar-April 2011 und von 31.400 im Gesamtjahr 2011 registriert.

    Am stärksten wuchs die Zahl der Einwanderer aus Ländern außerhalb der Ex-Sowjetunion aus China (um 135 Prozent), aus Serbien (117 Prozent) und aus Syrien (93 Prozent). Die Zahl der Abwanderungen in Länder außerhalb der Ex-Sowjetunion schrumpfte um sieben Prozent, hieß es.

    am/

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Nato 2030 – Neue Strategie gegen ein “anhaltend aggressives Russland“
    Manipulation und Betrug: Trump äußert sich in 46 Minuten langem Video zu Wahlergebnissen
    Wettlauf der Corona-Impfstoffe: Zu schnell und zu gefährlich?
    Wie Verbrecher behandelt? Quarantäne-Schreiben wegen harter Wortwahl in Kritik – Sputnik hakt nach