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11:33 20 August 2019
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    Gerichtsurteil

    Anklage gegen früheren SS-Mann wegen Volksverhetzung

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    Gesellschaft
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    Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat Anklage gegen einen früheren SS-Mann wegen Volksverhetzung und der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener erhoben. Einen entsprechenden Bericht der „Hildesheimer Allgemeinen Zeitung” bestätigte am Mittwoch ein Sprecher des Landgerichts Hildesheim.

    Dem heute 96 Jahre alten Mann wird vorgeworfen, dass er in einem Interview mit dem ARD-Politikmagazin „Panorama” über das Massaker der SS im nordfranzösichen Ascq den Holocaust heruntergespielt und den französischen Zivilisten Schuld an ihrem Schicksal gegeben habe.

    Wenige Tage vor Ostern 1944 wurden bei dem Massaker 86 Zivilisten von Waffen-SS-Mitgliedern als Racheakt für einen vorangegangenen Sprengstoffanschlag auf einen Transportzug willkürlich getötet.

    Zuvor war berichtet worden, dass die Staatsanwaltschaft Hamburg Anklage gegen einen 92-jährigen ehemaligen SS-Wachmann wegen Beihilfe zum 5230-fachen Mord erhoben hatte. Der Hamburger war den Angaben zufolge von August 1944 bis April 1945 im Konzentrationslager Stutthof bei Danzig als Wachmann im Einsatz. Der Mann soll „die heimtückische und grausame Tötung insbesondere jüdischer Häftlinge unterstützt” haben. Weil er zur fraglichen Zeit erst 17 beziehungsweise 18 Jahre alt war, soll sich der 92-Jährige vor einer Jugendstrafkammer des Landgerichts Hamburg verantworten.

    ai/dpa

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    Volksverhetzung, SS, Anklage