06:35 12 Dezember 2019
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    Hund und Katze (Symbolbild)

    „Lasst uns die Köter abschaffen“: Journalistin wettert gegen Hunde und Katzen – Netz explodiert

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    Der Klimaschutz bewegt derzeit viele Geister. Zahlreiche Bewegungen setzen sich für seine Einhaltung ein. Manche wollen dabei allerdings deutlich weiter gehen als andere und sorgen mit Forderungen für Klimaschutz teilweise bei Umweltschützern selbst für Empörung. Eine Journalistin richtet ihren Zorn gar gegen Hund und Katze.

    Die Journalistin der sozialistischen Tageszeitung „Neues Deutschland“ Katharina Schwirkus hat mit einem Kommentar für gewaltige Empörung gesorgt.

    Sie verfasste einen Kommentar, der wohl dem Umweltschutz dienen sollte. Doch gerade bei Naturliebhabern sorgte er teilweise für Entsetzen, denn die Redakteurin fordert: „Lasst uns die Köter abschaffen!“

    Was zunächst für viele nicht ganz einleuchtend sein mag, hat für Schwirkus ihre Logik. Die Hunde seien nämlich nicht nur Park-Verschmutzer, sondern auch schädlich für das Klima, so die Begründung der Journalistin.

    „Denn sie fressen Fleisch und tragen damit zum Ausstoß von Kohlenstoffdioxid bei“, schreibt Schwirkus in ihrem Kommentar.

    Die Ökobilanz eines Hundes entspreche einer jährlichen Autofahrleistung von 3.700 Kilometern, die einer Katze - 1.400 gefahrenen Kilometern.

    Daher müsse man eben auf Hunde und Katzen verzichten, so Schwirkus. Zudem sei Hunde- und Katzenkot schlecht abbaubar und somit  auch eine Belastung für die Umwelt.

    Die Forderungen der Journalistin sind jedenfalls hart: kurzfristig solle man auf Hunde und Katzen verzichten, langfristig sogar komplett die Züchtung der Vierbeiner einstellen.

    Um der Haustier-Haltekultur ein Ende zu bereiten, soll zudem das „romantische Bild von Haustieren endlich dekonstruiert werden“. Es müsse schon Kindern klar gemacht werden, wie egoistisch es sei, in der Stadt ein Haustier zu halten.

    Reaktionen fallen heftig aus

    Dass die Reaktionen auf solch einen Vorstoß, gelinde gesagt, negativ ausfielen, lässt sich schon erahnen. Zahlreiche Internet-Nutzer wie auch einige Medien warfen der Autorin zumindest Unkenntnis vor. Längst gebe es Katzenstreu in kompostierbarer Form, abbaubare Öko-Plastikbeutel für den Kot, vegetarische Ernährung für die Vierbeiner und vieles mehr.

    Die Vierbeiner wären wohl das Letzte, woran unser Planet und das Klima ihren Niedergang finden würden.

    Andere betonten, dass der Mensch Tiere brauche, um sich wohl zu fühlen und überhaupt den stressigen Alltag bewältigen zu können, oder griffen die Autorin gar noch viel direkter an:

    • „Tiere sind oft die einzigen, die in der Not bei dir sind. Ich möchte keinen einzigen Tag ohne sie“, so etwa eine Nutzerin.
    • „Sorry Frau Schwierkus, es gibt sicher eine Reihe Möglichkeiten, den ökologischen Fußabdruck positiv zu beeinflussen. Aber es gibt eine große Reihe Verhaltensweisen und Güter, deren Wichtigkeit dringender überdacht werden sollten als die Haustierhaltung“, schrieb eine andere.
    • „Da fehlen einem die Worte ... manche Menschen sollten einfach mal für längere Zeit die Luft anhalten ... dann haben wir genug fürs Klima getan!!!“, schreibt eine dritte.
    • „Wer das Abschaffen von Haustieren und Fortpflanzung vorschlägt, sollte so konsequent sein und den Planeten zu allererst von sich selbst befreien - spart mehr CO2 und Verschmutzung als alles andere.“

    Einige Kommentare drifteten gar komplett in das Nicht-Zitierbare über.

    Die Redaktion des ND sah sich gar gezwungen, im Kommentarbereich zum Artikel die Leser darauf aufmerksam zu machen, dass „man die Autorin nicht persönlich oder sexuell angreifen sollte, nur weil man ihre Meinung nicht teilt. Vielen Dank!“

    Auch darauf fand das Netz allerdings eine Antwort: „Mit dem Kommentar hat sich die Autorin keinen Gefallen getan. Wer einen Shitstorm sät, wird auch einen Shitstorm ernten“, so die Antwort eines Users.

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    Tags:
    Katze, Hunde, Beschädigung, Planet, Umweltschutz