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06:48 23 September 2019
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    Roma-Kind in Kosovo (Archiv)

    Mehr Engagement für Sinti und Roma gefordert

    © AFP 2019 / ARMEND NIMANI
    Gesellschaft
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    Angesichts steigender Abneigung oder Feindschaft gegenüber Sinti und Roma – Antiziganismus – wirft die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) der Europäischen Union (EU) zu wenig Engagement sowie „Ideenlosigkeit“ vor.

    Es sei immer noch keine Strategie zu erkennen, wie die EU die verfolgten europäischen Minderheiten der Sinti und Roma schützen und fördern wolle. Das sagte der GfbV-Bundesvorsitzende Jan Diedrichsen am Donnerstag in Krakau bei der Gedenkfeier für die im Zweiten Weltkrieg getöteten Sinti und Roma, berichtet Deutschlandfunk Kultur.

    In manchen EU-Ländern sei die Lage der Sinti und Roma desaströs. Dass vor allem zivilgesellschaftliche Organisationen wie der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma das Thema immer wieder in die Öffentlichkeit bringe, sei nicht ausreichend. Es brauche viel mehr von der EU einen europaweiten Masterplan für Sinti und Roma, der den Kampf gegen Antiziganismus koordiniert, aber auch Kultur- und Sprachförderung umfasse und wirtschaftliche Perspektiven eröffnen müsse, forderte Diedrichsen.

    Die sogenannte Roma-Dekade der EU von 2005 bis 2015 liegt fast fünf Jahre zurück. Mit der Dekade hatte die Europäische Union im Jahr 2005 ein Förderprojekt zur Integration der Roma in Europa auf den Weg gebracht.

    2011 hat die Europäische Kommission den EU-Rahmen für nationale Strategien zur Integration der Roma angenommen, der sich auf vier Kernbereiche konzentriert: Bildung, Beschäftigung, Gesundheitswesen und Wohnraum.

    Ba ae

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    Tags:
    Minderheiten, Verteidigung, Roma, Europa