19:27 14 November 2019
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    Aktion der Unterstützer der Schwestern Chatschaturjan in St. Petersburg (Archiv)Kristina und Angelina Chatschaturjan

    Ermittler: Drei Schwestern Chatschaturjan zu Opfern ihres ermordeten Vaters erklärt

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    Neuigkeiten im Drei-Schwestern-Fall: Russlands Ermittlungskomitee hat Tatsachen sexuellen Missbrauchs durch Michail Chatschaturjan gegenüber seinen Töchtern bestätigt, denen der Mord an ihrem Vater vorgeworfen wird. Dies berichtet die Zeitung „Kommersant“. Was soll das für die Mädchen bedeuten?

    Laut vorläufigen Angaben forderten bereits im Mai 2019 alle drei Schwestern Chatschaturjan unabhängig voneinander schriftlich, ein Strafverfahren gegen ihren Vater einzuleiten. Demnach warfen sie ihm Misshandlungen, sexuelle Gewalttaten und Nötigung zu sexuellen Taten vor. Seither wurden alle von den Schwestern vorgelegten Fakten geprüft und nun wurde festgestellt, dass mehrmals solches Vorgehen seitens Michail Chatschaturjan gegenüber seinen Töchtern bereits im Jahre 2014 sowohl in ihrer Wohnung als auch an anderen Orten stattgefunden habe. Dabei wurde entschieden, die Einleitung des Strafverfahrens aufgrund des Todes des Verdächtigen abzulehnen.

    Diese Information bestätigte auch der Anwalt der 19 Jahre alten Angelina Chatschaturjan, Aleksej Parschin. Ihm zufolge bestätigten somit die Ermittlungsbehörden die Tatsachen, die die Beschuldigten mündlich und schriftlich dargelegt hatten, nämlich, dass das Leben und die Gesundheit der Schwestern lange Zeit gefährdet worden sei.

    Selbst die Ermittlung zum Mord an Michail Chatschaturjan wurde laut dem Anwalt bereits abgeschlossen. „Nach der Analyse von Materialien der Voruntersuchung beabsichtigen wir, einen Antrag auf die Einstellung der Strafverfolgung der Mädchen zu stellen“, sagte Parschin. Falls die Ermittler diesen ablehnen werden, werde man sich dann über ihr Vorgehen bei entsprechenden Behörden beschweren. Die Handlungen der Schwestern überschritten demnach nicht die Grenzen der Notwehr, weil sie ihre Leben retteten.

    Chatschaturjan-Fall

    Am 27. Juli 2018 war die Leiche eines 57 Jahre alten Mannes mit zahlreichen Messerstichen in Hals und Brust in einem Hauseingang in Moskau entdeckt worden. Laut der Ermittlung haben drei Schwestern aus persönlicher Feindschaft den Vater angegriffen.

    Laut Aussagen der Mädchen befand sich ihr Vater unter Drogeneinwirkung und attackierte sie mit einem Messer. Sie waren gezwungen, sich selbst zu verteidigen. Unter anderem teilten sie mit, dass er sie im Laufe einer langen Zeit misshandelt habe. Derzeit erkennen die drei Schwestern ihre Schuld an und bereuen.

    Die Ermittlung wirft den Mädchen Mord mit Verschwörung vor. Die maximale Strafe zu diesem Artikel des Strafgesetzbuches ist lebenslange Haft.

    ak/mt

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    Tags:
    Ermittlung, Vater, Schwester, Mord, Russland