07:26 08 Dezember 2019
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    Sowjets Truppenabzug aus Deutschland (Archiv)

    Alltag, Politik, Kampfauftrag: Die Sowjets in der DDR

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    Sowjetsoldaten gehörten zum Alltag in der DDR. Die Stationierung war Folge des Zweiten Weltkrieges. Die Streitkräfte kamen 1945 als Sieger und blieben 45 Jahre. Wiederholt beeinflussten sie die politische Entwicklung in der DDR. Was ihre Aufgaben waren und wie sie lebten, zeigt eine neue Ausstellung im Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst.

    Vor 25 Jahren fand die größte Truppenbewegung zu Friedenszeiten statt. Die Russen gingen: fast eine halbe Millionen Menschen. Und dies geradezu „geräuschlos“, erzählt Historiker Jörg Morré vom Deutsch-Russischen Museum Karlshorst.

    Im August 1994 war das Gros der Westgruppe der russischen Streitkräfte unterwegs in Richtung Heimat. Am 1. September ging der Oberkommandierende, am 9. September folgte schließlich der Stabschef mit dem Nachkommando. Als Folge der Wiedervereinigung – so legte es der „2 plus 4-Vertrag“ samt der Aufenthalts- und Abzugsvereinbarung fest – verließen die Soldaten und ihre Angehörigen Deutschland.

    Noch heute künden vor sich hin rottende Hinterlassenschaften von militärischen Sperrgebieten, Flugplätzen und Kasernen von fast 50 Jahren sowjetischer wie russischer Präsenz. Anlässlich des 25. Jahrestages des Truppenabzugs der Gruppe der sowjetischen Streitkräfte gibt es eine neue Ausstellung im Deutsch-Russichen Museum Karlshorst mit dem Titel „Alltag, Politik, Kampfauftrag“.

    Die Ausstellung nimmt die innere Verfasstheit der „Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland“ sowie ihr Verhältnis zu den übrigen Siegermächten und zur DDR in den Blick. Sie zeigt zahlreiche Objekte aus ehemaligen Kasernen und analysiert, wann und wie die Truppen Einfluss auf die politische Entwicklung in der DDR nahmen – etwa mit Präsenz zur Sicherung des Berliner Mauerbaus 1961. Oder als sie 1989 fiel: Die Russen bleiben in ihren Kasernen.

    Die Ausstellung wird vom 28. August 2019 bis zum 15. Januar 2020 zu sehen sein.

    Hier das Interview mit Historiker Dr. Jörg Morré zur Stationierung der Sowjetischen Truppen:

    Hier das Interview mit Dr. Morré zur Ausstellung im Deutsch-Russischen Museum:

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    Tags:
    Wiedervereinigung, UdSSR, Truppenabzug, DDR