03:05 10 Dezember 2019
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    Mitglieder von Extinction Rebellion protestieren am Eingang zum Veranstaltungsort der Modewoche

    Mit Kleber und falschem Blut: Klima-Aktivisten demonstrieren bei Londoner Modewoche – Fotos

    © REUTERS / HENRY NICHOLLS
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    Klima-Aktivisten haben am Freitag beim Auftakt der großen Modemesse London Fashion Week Proteste durchgeführt. Mit ihren Auftritten wollen die Gruppen Extinction Rebellion und Peta die Aufmerksamkeit auf die Umwelt-Auswirkungen der Bekleidungsindustrie lenken.

    Kurz vor Beginn der ersten Show am Freitag klebten sich fünf Protestler von Extinction Rebellion an eine der Eingangstüren des Veranstaltungsortes an, andere lagen kurzzeitig in einer Lache pinkfarbener Flüssigkeit, die laut ihnen Blut darstellen sollte. Die Teilnehmer trugen weiße Kleidung mit blutähnlichen Flecken.

    „Die Demonstranten fordern die Modebranche auf, die Wahrheit über ihren Beitrag zur Klima- und Umweltkrise zu sagen“, hieß es in einer Erklärung der Aktivisten.

    Die Demonstranten von Peta beschmierten sich in einer separaten Aktion mit schwarzem Schleim, der den in der Lederverarbeitungsindustrie entstehenden Giftmüll symbolisieren soll.

    • Frau bei Peta-Protest während London Fashion Week, 13.09.2019
      Frau bei Peta-Protest während London Fashion Week, 13.09.2019
      © REUTERS / Henry Nicholls
    • Peta-Demonstranten zeigen Schilder mit den Worten Leder ist ein schmutziges Geschäft
      Peta-Demonstranten zeigen Schilder mit den Worten "Leder ist ein schmutziges Geschäft"
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    • Eine Frau von Extinction Rebellion blickt einen Polizisten beim London Fashion Week an
      Eine Frau von Extinction Rebellion blickt einen Polizisten beim London Fashion Week an
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    • Protestler von Extinction Rebellion liegen in einer blutähnlichen Lache
      Protestler von Extinction Rebellion liegen in einer blutähnlichen Lache
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    Frau bei Peta-Protest während London Fashion Week, 13.09.2019

    Die Vorsitzende des British Fashion Council, Carolina Rush, sagte gegenüber Reuters, dass die Aufrufe zur Absage der Veranstaltung „das Problem in Bezug auf die Art und Weise, wie die Branche den Klimawandel angehen muss“, nicht lösen.

    Laut Rush bietet die London Fashion Week hingegen eine Möglichkeit, die gesamte Modeindustrie zum Dialog über die Umwelt zusammenzubringen. Viele der Unternehmen, die an der Veranstaltung teilnehmen, würden ihren Beitrag zum Klimaschutz sowie mögliche künftige Aktion zeigen, beteuerte sie.

    London Fashion Week gehört neben den Modewochen in New York, Mailand und Paris zu den „Big Four“ der Modemessen und wird zweimal pro Jahr durchgeführt.

    msch/sb/rtr

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    PETA, Demonstrationen, Proteste, London, Modewoche, Klimaschutz