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17:14 17 Oktober 2019
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    Migranten in Deutschland (Archiv)

    Studie zeigt: 40 Prozent der Flüchtlinge geben falsches Alter an

    © AP Photo / Markus Schreiber
    Gesellschaft
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    Rund 40 Prozent der Geflüchteten, die sich bei der Einreise nach Deutschland als minderjährig ausgeben, sind eigentlich schon erwachsen. Das geht aus einer Studie von Rechtsmedizinern der Universitätsklinik Münster hervor.

    Für die Untersuchung, deren Ergebnisse dem Online-Magazin Focus vorliegen sollen, wurden Angaben von rund 600 minderjährigen Flüchtlingen analysiert, deren Alter von Gerichten angezweifelt wurde. Die Forscher werteten demnach Altersgutachten aus den Jahren 2007 bis 2018 aus und kamen zu dem Schluss, dass 234 von den 594 untersuchten Einwanderern nachweislich 18 Jahre oder älter waren. Diese Zahl könnte allerdings noch höher ausfallen.

    „Da wir das Geburtsdatum nicht auf den Tag genau bestimmen können, gibt es einen Graubereich. Diese Schwankungsbreite legen wir stets zugunsten des Betroffenen aus, in Zweifelsfällen wird er also als minderjährig eingestuft“, sagte der stellvertretende Institutsdirektor Andreas Schmeling gegenüber Focus Online.

    Flüchtlinge, die als Minderjährige nach Deutschland kommen, erhalten einen Sonderstatus im Asylverfahren.

    Bei den Menschen, deren Fälle untersucht wurden, handelt es sich überwiegend um junge Männer aus Afghanistan, Guinea, Algerien und Eritrea.

    Um zu bestimmen, ob das 18. Lebensjahr vollendet ist, wurden in einem Drei-Stufen-Verfahren Röntgenaufnahmen des Handgelenkes, des Kiefers sowie der Schlüsselbeine analysiert.

    jeg/ae

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    Tags:
    Studie, Angaben, Alter, Deutschland, Migranten