13:43 26 Januar 2020
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    Ein französisches Gericht hat am Mittwoch Sandra Muller, die hinter der französischen Entsprechung der #MeToo-Kampagne steht und einem Fernsehmanager sexuelle Belästigung vorwarf, zu einem Schadenersatz wegen Verleumdung verurteilt. Das meldet die Nachrichtenagentur France-Presse am Mittwoch.

    Mullers Twitter-Eintrag vom Oktober 2017 über anzügliche Bemerkungen, die der frühere Chef eines französischen Privatsenders, Eric Brion, ihr gemacht haben soll, ging viral. Unter dem von Muller initiierten Hashtag #balancetonporc (dt. etwa „Verpfeif‘ das Schwein“) berichteten auch andere Frauen auf Twitter über sexuelle Übergriffe.

    Nun muss Muller eine Entschädigung an Brion in Höhe von 15.000 Euro zahlen. Ihr Anwalt Francis Szpiner kündigte an, Berufung einzulegen.

    Metoo-Bewegung

    #MeToo ist ein Hashtag, das ab Mitte Oktober 2017 im Zuge des Skandals um den US-Filmproduzenten Harvey Weinstein Verbreitung in den sozialen Netzwerken erfuhr, als mehrere Frauen Weinstein der sexuellen Belästigung, Nötigung oder der Vergewaltigung beschuldigten.

    Die Phrase „Me too“ geht auf die Aktivistin Tarana Burke zurück und wurde als Hashtag durch die US-Schauspielerin Alyssa Milano populär. Sie ermutigte betroffene Frauen, mit Tweets auf das Ausmaß sexueller Belästigung und sexueller Übergriffe aufmerksam zu machen. Seitdem wurde dieses Hashtag millionenfach verwendet.

    mo/ea

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