22:08 14 Dezember 2019
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    Die neue Synagoge in Berlin (Archiv)

    Messer-Attacke vor Berliner Synagoge – Täter nun doch in Psychiatrie eingewiesen

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    Der Mann, der am 4. Oktober vor der Neuen Synagoge in Berlin-Mitte Wachpersonal mit einem Messer bedroht hat, wurde in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Das teilte die Berliner Staatsanwaltschaft mit. Sie schließt nach derzeitigem Erkenntnisstand ein islamistisches Motiv aus.

    Gegen den 23-jährigen Mann werde kein Haftbefehl beantragt, teilte die Berliner Staatsanwaltschaft mit, weil nach derzeitigem Ermittlungsstand „kein dringender Tatverdacht einer Straftat“, sondern „lediglich der Anfangsverdacht eines Hausfriedensbruchs“ bestehe, so die Behörde in einer Mitteilung über den Kurznachrichtendienst Twitter. Die Nationalität des Tatverdächtigten wurde nicht genannt.

    Ausdrücklich widersprach die Staatsanwaltschaft auch Mutmaßungen in hauptstädtischen Medien, wonach es sich bei dem Angriff vom Freitag vergangener Woche um eine islamistisch motivierte Tat gehandelt habe. In der Mitteilung der Berliner Polizei heißt dazu wörtlich: „Der Verdächtige ist strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten. Derzeit liegen keine Erkenntnisse zu einer möglichen islamistischen Motivlage vor. Die Ermittlungen werden insbesondere dazu mit Hochdruck fortgeführt.“

    Keine Auskunft gibt die Staatsanwaltschaft zur Frage, warum der Tatverdächtige überhaupt auf freien Fuß gesetzt wurde, nachdem er von den Sicherheitskräften an der Neuen Synagoge mit Pfefferspray und gewöhnlicher körperlicher Kraft außer Gefecht gesetzt werden und der Polizei übergeben werden konnte.

    Die Freilassung des Mannes hatte in Berliner Medien und darüber hinaus für großes Unverständnis und Empörung gesorgt. Warum der Tatverdächtige nicht sofort in eine psychiatrische Einrichtung überstellt wurde, diese Frage ist weiterhin ungeklärt.

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    Tags:
    Straftaten, Islam, Juden, Deutschland