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    Weil ein Zeit-Soldat der Bundeswehr sich weigerte, Frauen die Hand zu geben, durfte diese ihn entlassen. Das entschied das Oberverwaltungsgericht Koblenz laut einer Mitteilung vom Donnerstag.

    Was für den gegen seine Entlassung klagenden Ex-Soldaten Religionsausübung war, bewertete die Bundeswehr gänzlich anders: Sein Verhalten deute auf einen religiös motivierten Radikalisierungsprozess hin.

    Das Oberverwaltungsgericht Koblenz stellte sich mit seinem Beschluss nun hinter die Bundeswehr.

    „Der Hinweis des Klägers auf mögliche andere Gründe für sein Verhalten gegenüber Frauen sei angesichts seiner konsequenten Hinwendung zum Islam als bloße Schutzbehauptung anzusehen”, hieß es in der Mitteilung.

    Seine Einstellung widerspreche der grundgesetzlich angeordneten Gleichstellung von Mann und Frau.

    Die Entlassung beruhe auch nicht auf der „Vorverurteilung von Personen muslimischen Glaubens”, wie es der Kläger dem Gericht zufolge dargestellt hatte.

    Zwar gebe es keine Vorschrift, die einen Handschlag als Begrüßung vorschreibe, doch zeige sein Verhalten, dass der entlassene Soldat Kameradinnen nicht ausreichend respektiere.

    Und das wiederum gefährde den militärischen Zusammenhalt und die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr.

    Einen Antrag auf Zulassung einer Berufung gegen das Urteil lehnte das Gericht ab.

    ng/dpa

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    Islam, Religion, Soldatinnen, Soldaten, Soldat, Bundeswehr