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12:39 19 Oktober 2019
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    Benjamin Netanjahu und Angela Merkel (Archiv)

    Angriff in Halle: Telefongespräche auf höchster Ebene zwischen Deutschland und Israel

    © AP Photo / Markus Schreiber
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    Synagogenanschlag in Halle (29)
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    Nach dem mutmaßlich rechtsextrem und antisemitisch motivierten Anschlag auf eine Synagoge in Halle haben Telefonate zwischen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu sowie zwischen dem deutschen Präsidenten Frank-Walter Steinmeier und seinem israelischen Amtskollegen Reuven Rivlin stattgefunden.

    Merkel drückte am Donnerstag im Gespräch mit Netanjahu ihre tiefe Betroffenheit aus, teilte eine Regierungssprecherin in Berlin mit. Dabei habe die Kanzlerin deutlich gemacht, dass Deutschland fest zu seiner historischen Verantwortung stehe, jüdisches Leben zu schützen. Die Bundesregierung werde den Kampf gegen Antisemitismus entschlossen fortsetzen.

    Israels Premier habe der Bundeskanzlerin für ihren energischen Kampf gegen Antisemitismus gedankt, so Netanjahus Administration.

    „Der Premier hat gesagt, dass es wichtig sei, aktiver gegen das Auftreten von Antisemitismus vorzugehen, die Kanzlerin stimmte zu“.

    Rivlin erinnerte seinerseits Steinmeier daran, dass Israel und Deutschland „Partner im Kampf gegen Antisemitismus und Neofaschismus“ seien.

    „Wir schätzen die Bemühungen, die die deutschen Behörden zum Schutz und der Sicherheitsgewährung der deutschen Juden unternehmen. Vieles muss aber noch erledigt werden, der Kampf soll ohne Bedenken und Kompromisse sein“.

    Anschlag von Halle

    Am Mittwoch hatte ein schwerbewaffneter mutmaßlicher Rechtsextremist versucht, in eine Synagoge in Halle einzudringen und unter Gläubigen ein Blutbad anzurichten. In der Synagoge befanden sich damals 51 Menschen.

    Der Versuch des angeblichen Attentäters scheiterte, woraufhin er vor der Synagoge und danach in einem nahen Döner-Imbiss zwei Menschen erschoss: eine 40-jährige Einwohnerin aus Halle und einen 20-Jährigen aus Merseburg. Darüber hinaus wurden zwei weitere Personen verletzt.

    Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich um den 27-jährigen Deutschen Steffan B. aus Sachsen-Anhalt handeln.

    mo/ae/rtr/sna

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    Themen:
    Synagogenanschlag in Halle (29)
    Tags:
    Deutschland, Israel, Halle