06:42 15 November 2019
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    Proteste gegen türkische Militäroperation in Syrien, Berlin am 14. Oktober 2019

    Pro-kurdische Demonstranten platzen in Bundespressekonferenz – Videos

    © REUTERS / MICHELE TANTUSSI
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    Demonstranten der der pro-kurdischen Bewegungen „WomenDefendRojava” sowie „Riseup4Rojava” sind am Mittwoch in die laufende Bundespressekonferenz geplatzt.

    Rund zehn Demonstranten hielten Plakate hoch, auf denen der „Angriffskrieg” der Türkei und eine angebliche „ethnische Säuberung” in Nordsyrien kritisiert wurden – mit Hilfe deutscher Waffen. Der Leiter der Pressekonferenz, bei der Journalisten Vertreter der Regierung befragen, forderte die Demonstranten auf, den Saal zu verlassen. Als diese der Aufforderung nicht nachkamen, rief er die Polizei. Die traf kurz danach ein. Nach etwa zehn Minuten verließen die Demonstranten den Saal der Bundespressekonferenz.

    Unmittelbar nach der Aktion forderte RiseUp4Rojava, am kommenden Freitag vor den Gebäuden der Autobauer Daimler und Volkswagen zu demonstrieren. Daimler wird die Versorgung der türkischen Armee vorgeworfen, VW steht wegen Plänen zur Eröffnung eines Werks in der Türkei unter Kritik.

    Rojava ist eine Bezeichnung für die Demokratische Föderation Nord- und Ostsyrien ​– ein de facto autonomes Gebiet in Syrien.

    Am Montag demonstrierten pro-kurdische Aktivisten im nordrhein-westfälischen Herne. Dabei kam es zu Ausschreitungen, bei denen mindestens fünf Menschen verletzt wurden.

    Türkischer Einsatz in kurdischen Gebieten

    Am 9. Oktober begann Ankara die Operation „Friedensquelle“ in Nordsyrien, die sich gegen die in der Türkei als Terrororganisation eingestufte und verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) sowie die Terrormiliz „Islamischer Staat“* richtet.

    *Terrororganisation, in Russland verboten

    msch/dpa

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    Tags:
    Demos, Proteste, Türkei, Syrien, Kurden, Berlin, Bundestag