01:07 21 November 2019
SNA Radio
    Eskalation der Proteste in Barcelona am 18. Oktober

    Katalonien in Ausnahmestimmung: gesperrte Straßen, zerschmolzene Ampeln – Fotos

    © AFP 2019 / JOSEP LAGO
    Gesellschaft
    Zum Kurzlink
    10943
    Abonnieren

    Die Katalanen haben die Straßen von Barcelona in eine Protestzone verwandelt. Sie wollen so lange auf die Straßen gehen, bis die Zentralregierung in Madrid zu Zugeständnissen bereit ist. Doch diese mauert und schickt ein Großaufgebot an Polizei.

    Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten fordern die Katalanen Unabhängigkeit. Nun hat die Bewegung wieder Zulauf bekommen – vor allem wegen der harten Urteile gegen die Anführer der Abspaltungsbewegung.

    Seit nun fünf Tagen halten die Proteste an und werden nur noch größer. Am Freitagabend sehen die Straßen von Barcelona bereits wie eine Stadt im Ausnahmezustand aus. Wie Korrespondenten vor Ort berichten, sind zahlreiche Straßen gesperrt, die Polizeipräsenz ist gewaltig.

    ​Zugleich sind die Straßen voller abgebrannter Müllcontainer und Autos, halb zerschmolzener Ampeln und viel Schmutz – Zeugen der letzten Proteste.

    Zahlreiche Läden sind geschlossen. Auch die weltberühmte Kirche Sagrada Familia, ein Wahrzeichen der Stadt, ist zu.

    Am Freitagabend sind dann über eine halbe Million Menschen auf den Straßen – die Stimmung ist angespannt. Dass die Lage schnell ins Chaos übergehen kann, zeigen auch zahlreiche katalanische Flaggen an den Fenstern, vor allem aber Graffitis an den Wänden, wie etwa „Freiheit oder Chaos“ oder „Unabhängigkeit“.

    • Proteste in Barcelona am 18. Oktober
      Proteste in Barcelona am 18. Oktober
      © Sputnik / Jordy Boixareau
    • Proteste in Barcelona am 18. Oktober
      Proteste in Barcelona am 18. Oktober
      © Sputnik / Jordy Boixareau
    • Proteste in Barcelona am 18. Oktober
      Proteste in Barcelona am 18. Oktober
      © Sputnik / Jordy Boixareau
    1 / 3
    © Sputnik / Jordy Boixareau
    Proteste in Barcelona am 18. Oktober

    Auch Sprüche wie „Scheiß-Polizei“ oder „Die Revolution des Lächelns ist vorbei“ sind zu sehen.

    Auch spanische Medien befürchten eine Zunahme an Gewalt. „Furie und Feuer“, titelt die konservative Madrider Zeitung „ABC“ und warnt:

    „Die Separatisten haben immer weniger Angst davor, den Staat herauszufordern.“

    SB/ng

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren