06:39 18 November 2019
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    „Mein Kampf“ von Hitler (Archiv)

    Französischer Verlag will „Mein Kampf“ herausgeben – Netz übt Kritik

    © AP Photo / Matthias Balk/dpa
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    Der in Paris ansässige Verlag Fayard will Medienberichten zufolge erstmals seit 1934 Adolf Hitlers „Mein Kampf“ in Frankreich veröffentlichen. Internetbenutzer reagierten mit Ablehnung auf die Nachricht.

    Die Neuauflage soll 2020 auf Französisch herausgebracht werden. Das umstrittene Buch wird laut einem Bericht der französischen Zeitung „La Journal du Dimanche“ vom 16. Oktober mit wissenschaftlichen Kommentaren versehen.

    Die Nachricht erntete in sozialen Netzwerken vorwiegend negative Reaktionen. Viele Twitter-Nutzer fanden offenbar, dass eine Neuausgabe Gefahren in sich birgt.

    „Weckt nicht das Biest!“

    „Selbst wenn es sich um eine annotierte und kommentierte Ausgabe handelt: Das Biest muss nicht geweckt werden. Es schläft mit einem offenen Auge“, warnte die Nutzerin unter dem Namen Boisier Isabelle.

    Eine Userin rief dazu auf, den Verlag zu boykottieren.

    „Welch Schande!“, schrieb „Sophie Point“.

    „Mein Kampf“

    „Mein Kampf“ ist eine zwischen 1925 und 1926 veröffentlichte politisch-ideologische Programmschrift Adolf Hitlers. Der Neudruck des Buches war vor dem 1. Januar 2016 in Deutschland nach dem Urheberrecht unzulässig. Anfang 2016 stellte das Münchener Institut für Zeitgeschichte (IfZ) seine in drei Jahren erarbeitete kommentierte Ausgabe vor. Die Fassung erschien am 8. Januar 2016.

    Im Warschauer Powszechny-Theater wurde ein Schauspiel unter dem Titel „Mein Kampf“ im März uraufgeführt. Wie der Name bereits verrät, gründet es auf Hitlers Buch; auf die Bühne brachte es der polnische Regisseur Jakub Skrzywanek.

    mo/ea

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    Tags:
    Mein Kampf, Adolf Hitler, Frankreich