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16:27 12 November 2019
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     Armut (Symbolbild)

    Ist Armut vererbbar? Studie klärt auf

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    Gesellschaft
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    Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) hat in ihrer aktuellen Studie untersucht, ob es Zusammenhänge zwischen Armut in der Kindheit und Armut im Erwachsenenalter gibt. Die Ergebnisse der Langzeituntersuchung stellte der Verband am Mittwoch in Berlin vor.

    Laut der nicht repräsentativen Langzeitstudie lebt jedes dritte Kind, das in einer einkommensarmen Familie aufwächst, auch 20 Jahre später noch in Armut.

    Zugleich gelinge aber zwei Dritteln der Menschen im jungen Erwachsenenalter der Sprung aus der Armut heraus. Eine wichtige Rolle spiele dabei der Übergang ins Erwachsenenalter.

    „Kinderarmut übersetzt sich nicht automatisch in Armut im jungen Erwachsenenalter“, heißt es.

    Für den Durchbruch von Armutsverläufen seien inner- und außerfamiliäre Unterstützungsstrukturen und -ressourcen, die entlang des Lebensverlaufs in Kindheit und Jugend bereitgestellt würden, entscheidend.

    Awo-Studie

    Der Verband hatte im Jahr 1999 die Lebensverhältnisse von knapp 900 sechsjährigen Kindern eigener Kindertageseinrichtungen untersucht und 2018 erneut 205 der damaligen Studienteilnehmer als junge Erwachsene befragt.

    Kinderarmut in Deutschland

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamts von 2018 leben in Deutschland etwa 13 Millionen Kinder und Jugendliche. Rund 15 Prozent – also zwei Millionen davon – sind von Armut bedroht. Sozialverbände sprechen von bis zu drei Millionen. Als armutsgefährdet gilt jener, der weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat.

    ns/ae/dpa 

     

     

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    Tags:
    Armut, Kinder, AWO, Studie, Deutschland