11:37 07 August 2020
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    Bei mehr als einem Viertel der Bürger in Deutschland ist am Monatsende der Geldbeutel praktisch leer. Nach Abzug aller Lebenshaltungskosten haben im bundesweiten Schnitt 28 Prozent maximal 50 Euro übrig, die sie auf die Seite legen können. Dies meldet die Deutsche Presse-Agentur dpa unter Verweis auf eine Umfrage am Samstag.

    Demnach wurden für die repräsentative Untersuchung der Versicherung Swiss Life und des Umfrageinstituts YouGov im Juni über 2000 Bürger im Bundesgebiet befragt.

    Dementsprechend ist die Angst vor Altersarmut weit verbreitet: Mehr als jeder Dritte (36 Prozent) macht sich Sorgen, im Alter nicht die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu haben, um gut leben zu können. Der teuerste Kostenblock ist für viele die Wohnung: Rund jeder Dritte gibt mehr als 30 Prozent seines Einkommens für Miete und Nebenkosten aus. An zweiter Stelle folgen Lebensmittel mit 19 Prozent, an dritter - Auto und öffentliche Verkehrsmittel mit gut 9 Prozent.

    Unterschiede zwischen Nord und Süd

    Die Ergebnisse deuten sowohl auf ein großes Einkommens- als auch auf ein Nord-Süd-Gefälle hin. Denn ebenfalls ein gutes Viertel der Befragten erklärte, es habe am Monatsende mehr als 400 Euro übrig. Besonders viele Gutverdiener gibt es laut der Umfrage in Hessen (36 Prozent) und in Bayern (33 Prozent). Diese beiden Länder rangierten damit an der Spitze.

    In Schleswig-Holstein (37 Prozent) und Hamburg (33 Prozent) sind die Anteile derjenigen, denen vom Gehalt 50 Euro oder weniger zum Sparen bleiben, deutlich höher als im Bundesdurchschnitt. In beiden Nordländern sagte jeweils ein Drittel der Befragten, dass das Gehalt zum Bestreiten des Lebensalltags nicht ausreiche. Finanzielle Unabhängigkeit im Alter ist ein von mehr als der Hälfte der Befragten - insgesamt 53 Prozent - genannter Wunsch.

    pd/mt/dpa/

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    Tags:
    Verkehrsmittel, Lebensmittel, Angst, Alter, Geld, Gehalt, Alltag, umfrage, Deutschland