10:09 18 Januar 2020
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    Die deutsche Seenotretterin Carola Rackete, die sich jetzt als Klimaaktivistin engagiert, hat bei einer Veranstaltung der Bürgerinitiative „Alle Dörfer bleiben“ am Braunkohletagebau Garzweiler für den Erhalt von Tagebaudörfern demonstriert.

    Rackete hat am Sonntag an einem Dorfspaziergang durch den Umsiedlungsort Keyenberg (Nordrhein-Westfalen) teilgenommen. Das Dorf im Rheinischen Braunkohlerevier soll abgebaggert werden, die dortigen Bewohner sollen wegziehen.

    Die Aktivistin erklärte kurz vor Beginn der Kundgebung, die Braunkohleverstromung trage zum Klimawandel bei und damit auch zu Fluchtursachen wie Dürre, Überschwemmungen und Wirbelstürme. Schon jetzt vernichteten die Auswirkungen des Klimawandels die Lebensgrundlage vieler Menschen. In Afrika seien allein im vergangenen Monat Hunderttausende nach Überschwemmungen in die Flucht getrieben worden. „Wir müssen mit der Verfeuerung von Braunkohle sofort aufhören“, forderte Rackete und betonte, es sei falsch, dass man fossile Brennstoffe weiter nutze und dass Bewohner aus ihren Häusern vertrieben werden.

    Rackete erlangte breite Bekanntschaft als Kapitänin des Rettungsschiffs „Sea-Watch 3“, das im Juni mit Dutzenden Migranten an Bord unerlaubt in italienische Gewässer und in den Hafen von Lampedusa eingefahren war. Die Niedersächsin wurde im Zusammenhang damit vorübergehend festgenommen. „Handeln statt hoffen - Aufruf an die letzte Generation“ heißt ihr kürzlich vorgestelltes Buch über zivilen Ungehorsam und Proteste für die Umwelt.

    jeg/mt/dpa

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    Protest, Klimawandel, Carola Rackete