04:02 01 Dezember 2020
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    Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat in seinem Bericht zu 30 Jahren Kinderrechte eine gemischte Bilanz gezogen und vor neuen Bedrohungen für die Kinder gewarnt, wie etwa Klimawandel oder Online-Missbrauch.

    Die Organisation räumte „beeindruckende Fortschritte“ in den letzten drei Jahrzehnten ein. Die weltweite Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren sank im Vergleich zu 1989 um rund 60 Prozent. Mehr Kinder gingen in die Grundschulen und die Rechte der Kinder beeinflussten die Gesetze in vielen Ländern positiv.

    Trotzdem haben immer noch nicht alle Kinder gleiche Chancen. Die Wahrscheinlichkeit, an Ursachen zu sterben, die vermeidbar gewesen wären, ist für Unter-Fünfjährige aus Haushalten mit niedrigem oder mittlerem Einkommen doppelt so hoch wie für Kinder aus wohlhabenden Familien.

    Nur die Hälfte der Kinder in Ländern südlich der Sahara ist gegen Masern geimpft. Die ärmsten Mädchen sind heute in einigen Ländern stärker von einer Kinderheirat bedroht als 1989.

    Neue Gefahren

    Neben den anhaltenden Herausforderungen in Bereichen Gesundheit, Ernährung und Bildung werden Kinder mit neuen Bedrohungen wie dem Klimawandel, Online-Missbrauch und Cybermobbing konfrontiert.

    Vor allem die Folgen der Klimakrise gefährden Kinder „physisch, physiologisch und epidemiologisch“, so Unicef.

    „Schnelle Änderungen im Klima verbreiten Erkrankungen, erhöhen die Intensität und Häufigkeit extremer Wetterereignisse und führen zu Wasser- und Ernährungsunsicherheit.“

    Unicef-Geschäftsführerin Henrietta Fore forderte „Innovation, neue Technologien, politischen Willen und mehr Ressourcen“, um das Leben der jungen Menschen zu verbessern.

    Die UN-Kinderrechtskonvention

    Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes wurde am 20. November 1989 von der UN-Generalversammlung angenommen und trat am 2. September 1990 in Kraft.

    Die Kinderrechte umfassen in der Praxis das Recht, in einer sicheren Umgebung ohne Diskriminierung zu leben, Zugang zu sauberem Wasser, Nahrung, medizinische Versorgung und Ausbildung zu erhalten und bei Entscheidungen, die ihr Wohlergehen betreffen, das Recht auf Mitsprache.

    mo/sb/dpa

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    Klimawandel, Kinder, Unisef, Uno