14:03 07 August 2020
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    Einigen Anführern der landesweiten Proteste im Iran wird laut einem Bericht der Zeitung „Kejhan“ die Todesstrafe drohen. Es soll ihnen demnach nicht um die Benzinpreise im Land gehen, sondern um Sabotage und Zerstörung.

    Sie hätten unter anderem gestanden, vom Ausland Finanzierung und Waffen bekommen zu haben, hieß es. Deshalb werde die Justiz „im Einklang mit dem Strafgesetz und den islamischen Vorschriften“ die Todesstrafe für sie fordern. Die Revolutionsgarden, die Eliteeinheit der iranischen Streitkräfte, drohten, sie würden hart gegen „Krawallmacher“ vorgehen.

    Zu dem Bericht haben sich zunächst weder die Justiz noch die Regierung geäußert. Die Lage im Land bleibt auch am Dienstag wegen der weitgehenden Internet-Abschaltung unklar.

    Mehr als 1000 Festnahmen

    Seit Freitag wurden offiziellen Angaben zufolge zwei Polizisten und ein Demonstrant bei Zusammenstößen getötet. Im Zuge der regierungskritischen Aktionen wurden mehr als 1000 Protestierende festgenommen. Laut „Kejhan” und Augenzeugen zufolge soll es jedoch weitaus mehr Tote und Verhaftete gegeben haben. Die Informationen konnten nicht unabhängig überprüft werden.

    jeg/mt/dpa

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    Tags:
    Todesstrafe, Spritpreise, Unruhen, Iran