19:10 14 Dezember 2019
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    Kind (Symbolbild)

    Tagesmütter verweigern Aufnahme eines Kindes von AfD-Sympathisanten – Medien

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    Eine Familie in Brandenburg hat auf der Suche nach einem Betreuungsplatz für ihren ein Jahr alten Sohn eine Absage bekommen, die Medienberichten zufolge mit politischen Unterschieden zwischen den Eltern und den Tagesmüttern begründet wurde.

    Laut der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ (MAZ) handelt es sich um eine Familie aus Königs Wusterhausen, die eine Absage per SMS erhalten haben sollen. Die Tagesmütter sollen Veröffentlichungen der Nimmrichs im Internet recherchiert haben.

    „Wir sind politisch anders“

    „Wir sind beide politisch anders eingestellt und haben große Bauchschmerzen“, zitieren deutsche Medien aus der Absage der Tagesmütter.

    Die Elternarbeit sei wichtig und komme auch den Kindern stark zugute. Ein Kennenlernen sei daher wenig sinnvoll.

    Die Absage soll die Nimmrichs aus der Fassung gebracht haben. Serena und Peter Nimmrich sind offenbar Anhänger der AfD, gehören der Partei aber nach eigenem Bekunden nicht an. Das Paar beteuert, keine rassistischen und rechtsextremen Inhalte veröffentlicht zu haben. Es wurden offenbar mehrere AfD-Beiträge geteilt, außerdem befinden sich AfD-Mitglieder in der Freundesliste, so Medien.

    Die Tagesmütter wollten sich offenbar nicht zu dem Fall äußern. Sie ließen aber gegenüber Medien durchblicken, dass sie ihre Nachricht im Nachhinein für einen Fehler gehalten hätten. Die Nimmrichs fanden inzwischen eine neue Tagesmutter, bei der sie bald ein Vorstellungsgespräch haben.

    mo/ae

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    Tags:
    Tagesmutter, AfD, Deutschland