05:00 21 Oktober 2020
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    Auf Grundlage des sogenannten Prostituiertenschutzgesetzes müssen sich alle Sexarbeiterinnen neuerdings bei den Behörden registrieren. Auf dieser Grundlage konnten erstmals Zahlen veröffentlicht werden. Die Statistik zeigt auch: Nur rund ein Fünftel hat einen deutschen Pass.

    In Deutschland sind bis Ende des vergangenen Jahres etwa 32.800 Sexarbeiterinnen bei den Behörden gemeldet gewesen. Das teilte das Statistische Bundesamt unter Verweis auf gültige Anmeldungen nach dem sogenannten Prostituiertenschutzgesetz mit.

    Dunkelziffer höher…

    Den Angaben zufolge ist die Aussagekraft der Daten aber noch beschränkt, weil die Verwaltungsstrukturen in diesem Bereich sich erst im Aufbau befinden. Dazu komme, dass viele Frauen, die in Deutschland "anschaffen", nicht gemeldet sind. Die Dunkelziffer dürfte also noch weitaus höher liegen.

    Zu den Fakten: Nach den bekannten Zahlen waren 76 Prozent der gemeldeten Sexarbeiterinnen im Alter zwischen 21 und 44 Jahren, 17 Prozent älter als 45 und sechs Prozent zwischen 18 und 20 Jahren alt.

    Mehr Rumänen als Deutsche…

    Mit 19 Prozent hatte nur rund ein Fünftel die deutsche Staatsbürgerschaft. Etwa 35 Prozent der Frauen kommen demnach aus Rumänien, zehn Prozent aus Bulgarien und etwa sieben Prozent aus Ungarn.

    Das Gesetz verlangt unter anderem, dass alle Personen, die sexuelle Dienstleistungen anbieten, sich registrieren lassen und regelmäßig zu einer gesundheitlichen Beratung erscheinen müssen. Dabei müssen sie einen Ausweis mit Foto mitführen, der sie als Sexarbeiterin oder Sexarbeiter kenntlich macht.

    mjo

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    Tags:
    Statistik, Staatsbürgerschaft, Gesetz, Rumänien, Deutschland, Prostitution