14:55 16 Dezember 2019
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    Eingangstor der Waldsiedlung Wandlitz

    Wandlitz 30 Jahre danach: Ulbrichts Schallplatten und Honeckers Cocker Spaniel

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    Ende November 1989 läuft im DDR-Fernsehen eine Reportage aus Wandlitz, der geheimen Waldsiedlung des Politbüros. Erstmals sieht das Volk, wie Honecker & Co leben. Heute, 30 Jahre später, ist nicht mehr viel übrig von der DDR-Vergangenheit. Eine Ortsbesichtigung.

    Paul Bergner hat zwei Passionen: die Waldsiedlung Wandlitz und Bunker. Zu beiden Themen hat er Standardwerke verfasst und kennt nicht nur jeden Stein, sondern auch, was sich darunter befindet.

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    Wandlitz 30 Jahre danach

    Gesammelt hat der rüstige Rentner diese Geschichten in seinem zweiten Leben, das unfreiwillig mit der Wende 1989 begann. Da war er Fünfzig und Offizier bei der Bereitschaftspolizei in Basdorf bei Berlin. Nach dem Ende der DDR landete Bergner, wie so viele Ost-Menschen in seinem Alter, auf der Straße.

    „Denkmal für eine nicht der Ehrung werte Personengruppe“

    Im März 1990 heuerte Bergner beim Ministerium für Gesundheitswesen der DDR als Gärtner in der sich auflösenden Waldsiedlung an. Das Politbüro war da längst ausgezogen. Nun sollten die Häuser für die Patienten einer Reha-Klinik geräumt werden. Bergner musste mit ansehen, wie die Inneneinrichtung der historischen Anlage auf brennenden Müllhaufen landete. Nachdem er die ersten Bücher und Gemälde mit persönlichen Widmungen für Staatschef Erich Honecker herausgefischt hatte, war sein persönlicher Ehrgeiz geweckt, dieses „Denkmal der deutschen Geschichte“, für das er Wandlitz hielt und hält, zu retten. Bergner schrieb mehrmals an die damalige brandenburgische Landesführung unter Ministerpräsident Manfred Stolpe und drängte darauf, einzuschreiten, bevor alles zerstört oder verschwunden ist. Doch der Zeitgeist war damals, möglichst schnell alles aus der DDR zu verurteilen oder zu vergessen. In dem Antwortschreiben des Brandenburger Ministeriums von 1991 heißt es, es „besteht die Gefahr, hier ein Denkmal für eine nicht der Ehrung werte Personengruppe zu schaffen.“ Einige Politbüro-Mitglieder standen damals vor Gericht.

    Antwortbrief des Ministeriums
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    Antwortbrief des Ministeriums

    Bergner will die DDR und ihre Bonzen nicht verklären, aber er findet: „Eines der Gebäude hätte man doch zumindest im Originalzustand erhalten können zur Beweisführung des tatsächlichen Lebensstils der Politiker."

    „Breschnew hat mit den Soldaten einen Furchtbaren gesoffen“

    Das Ministerium empfahl Berger stattdessen, ein Buch über Wandlitz zu schreiben. Das hatte er da schon längst begonnen und dokumentierte alles, was er in den anderthalb Jahren als Gärtner in der Waldsiedlung vorfand. Bergner erzählt: „Nach zwei Tagen war mir klar: Du musst das aufschreiben für deine Enkel. Hör zu, was die Mitarbeiter hier erzählen, mache Fotos“. Bergner weiß viele Anekdoten zu erzählen über die Bewohner der geheimnisvollen Siedlung - von Honeckers Cocker Spaniel Klecksi, der immer die Gärtner biss, oder von Lotte, der Ehefrau von Walter Ulbricht, dem ersten Staatsratsvorsitzenden der DDR, die als Dolmetscherin die Gespräche ihres Mannes mit dem Kreml managte. Der sowjetische Staatschef Leonid Breschnew war 1970 inoffiziell in der Waldsiedlung zu Gast und hat „mit den Soldaten an der Wache einen Furchtbaren gesoffen“, wie Bergner erzählt. Breschnew war in Wandlitz, um sich ein persönliches Bild zu machen vom damals schon gebrechlichen DDR-Staatschef. Nach Breschnews Besuch wurde Ulbrichts „Abschuss“ eingeleitet, wie Bergner berichtet.

    Mielke zog seine Bahnen und Hager fühlte sich nicht wohl

    Außer den Geschichten ist auf den ersten Blick nicht mehr viel übrig von der DDR-Elite-Siedlung. Es sei denn, Paul Bergner zeigt einem das Gelände und versteckte Zeugnisse der Geschichte, die den Raubbau überstanden haben.

    Eingangstor der Waldsiedlung Wandlitz
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    Eingangstor der Waldsiedlung Wandlitz

    Gleich am schmiedeeisernen Eingangstor, einem der wenigen original erhaltenen Elemente der Siedlung, weist uns Bergner auf ein Loch in der Mauer hin, wo sich damals eine Fernsichtkamera befand, durch die das Personal schon von Weitem sehen konnte, welcher Würdenträger im Anmarsch war.

    Das erste Gebäude auf dem Gelände ist der sogenannten „F-Club“, wo die Funktionäre früher Gäste empfingen, mal zu Abend speisten oder sich im Kino einen Film ansahen. Erich Mielke, der berüchtigte Chef der Staatssicherheit der DDR, zog im angrenzenden Schwimmbad morgens seine Runden, „gern auch mal schon früh um halb fünf“, wie Bergner erzählt.

    Schwimmbad Waldsiedlung Wandlitz
    © Foto : FB-Verlag
    Schwimmbad Waldsiedlung Wandlitz

    Versteckte DDR-Kunst

    Die Gebäude der Siedlung liegen großzügig verstreut und durch Wege miteinander verbunden praktisch mitten im Wald. Vor fast jedem Haus gibt es kleine Springbrunnen oder Zierteiche, die heute überwachsen sind. Bergner kennt selbst hier jedes architektonische Detail. Es ist zu spüren, dass es ihn persönlich schmerzt, zu sehen, wie Geschichte zerstört wird oder verrottet. Ein verwildertes Becken ist mit kunstvollen Keramik-Ornamenten aus der Werkstatt von Hedwig Bollhagen, einer Bauhaus-Schülerin, verziert. „Natürlich gehört das unter Denkmalschutz“, empört sich Bergner.

    Zuweilen greift der selbsternannte Hausmeister auch rettend ein auf dem Gelände der Klinik. So hat er erst vor zwei Jahren ein Mosaik von Walter Womacka, dem bekanntesten Gestalter der DDR, am ehemaligen Wohnhaus von Willy Stoph, von Bewuchs befreit, um es wieder sichtbar zu machen.

    Mosaik von Walter Womacka in der Waldsiedlung Wandlitz
    © Foto : FB-Verlag
    Mosaik von Walter Womacka in der Waldsiedlung Wandlitz

    Honeckers Haus und Ulbrichts Plattensammlung

    Bergner zeigt uns das recht schlichte Wohnhaus von DDR-Staatschef Erich Honecker, der quasi als Erstbezug ab 1960 in der Waldsiedlung lebte. Als er 1971 Walter Ulbricht als Staatsoberhaupt beerbte, riet ihm seine Frau Margot davon ab, in dessen großes Haus zu ziehen. So kommt es, dass die Honeckers zeitlebens in einem der kleinsten und bescheidensten Häuser der Siedlung wohnten.

    Ehemaliges Wohnhaus von Erich Honecker in der Waldsiedlung Wandlitz
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    Ehemaliges Wohnhaus von Erich Honecker in der Waldsiedlung Wandlitz

    Das Haus von Walter Ulbricht ist dagegen eines der größten der Siedlung. Jetzt wohnen hier Familien mit herz- oder leukämiekranken Kindern zur Reha. Bergner schmuggelt uns in die ehemalige Privatbibliothek Ulbrichts, die noch erstaunlich gut erhalten ist, wenngleich viele Bücher fehlen. An der Wand hängt ein Keramikbild aus der Sowjetunion.

    Bibliothek von Walter Ulbricht in der Waldsiedlung Wandlitz
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    Bibliothek von Walter Ulbricht in der Waldsiedlung Wandlitz

    In der geschichtsträchtigen Bibliothek – einst auch als Empfangs- und Gesprächsraum bei Besuchen hoher Staatsgäste genutzt - steht aber auch Kinderspielzeug, da die Zimmer ganz normal von der Reha-Klinik genutzt werden. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern hier der Denkmalschutz wirkt, der 2017  für das Areal vergeben wurde. Verschwunden sind die Original-Stühle, die, so Bergner, von den beiden gelernten Tischlern Ulbricht und Wilhelm Pieck, dem ersten Präsidenten der DDR, gefertigt wurden.
    Erhalten ist ein prächtiges Glaskunstfenster mit typischen DDR-Motiven.

    Glasbild in der Bibliothek von Walter Ulbricht
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    Glasbild in der Bibliothek von Walter Ulbricht

    Darunter befindet sich bis heute Ulbrichts Original-Phonothek. Hinter einer Schranktür lagern säuberlich geordnet  zum Teil ungenutzt wirkende Schlager- und Klassik-Schallplatten der DDR-Labels Amiga und Eterna. Der Musikgeschmack der betagten DDR-Funktionäre war augenscheinlich eher bodenständig. Jedoch wäre wahrscheinlich allein die Bibliothek, wenn nicht gar das ganze Wohnhaus Ulbrichts, es wert, daraus ein Museum oder eine Dokumentationsstätte zu machen. Bisher ist die Geschichte der Waldsiedlung nur anhand von Schautafeln vor einzelnen Gebäuden zu erkennen.

    Elite-Dorf für die Top 20

    Die geheime Siedlung wurde 1958 bis 1960 zum Schutz der obersten DDR-Führung inmitten eines Waldgebietes zwischen Bernau und Wandlitz, etwa 35 Kilometer nördlich vom Zentrum Berlins, gebaut.

    Den Wohnsitz in die Waldsiedlung zu verlegen, war ab 1960 mit der Berufung in das Politbüro für in Berlin tätige Mitglieder obligatorisch. Dies betraf die jeweils etwa zwanzig obersten Funktionäre des Landes und ihre Familien. Zum Schluss lebte hier beispielsweise auch Egon Krenz, der Honecker im Oktober 1989 als Staatsoberhaupt der DDR ablöste, oder Günther Schabowski, der mit seinem Versprecher bei der legendären Pressekonferenz am 9. November 1989 für die Maueröffnung sorgte. Insgesamt lebten in den knapp 30 Jahren der Waldsiedlung nur 39 Politbüro-Mitglieder und ihre Familien dort.

    Wildforschungsgebiet als Hochsicherheitstrakt

    Die Waldsiedlung Wandlitz, die offiziell zu Bernau gehört, aber näher am Örtchen Wandlitz liegt, war zu DDR-Zeiten auf keiner Landkarte eingezeichnet. Die Anlage, in die zunächst 19 Politiker mit ihren Familien einzogen, unterstand der Hauptabteilung Personenschutz des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Das Gelände mit seinen vier Toren wurde am Ende von 140 Soldaten vom Wachregiment „Feliks Dzierzynski“ rund um die Uhr gesichert. Eine unbemerkte Annäherung war praktisch unmöglich. Der äußere Ring wurde durch einen Maschendrahtzaun umsäumt, an dem Schilder mit dem Hinweis auf ein angebliches Wildforschungsgebiet hingen.

    Schild Wildforschungsgebiet in der Waldsiedlung Wandlitz
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    Schild "Wildforschungsgebiet" in der Waldsiedlung Wandlitz

    Der innere Ring, der nur teilweise vom äußeren Ring umschlossen war, war mit einer zwei Meter hohen und rund fünf Kilometer langen grün angestrichenen Beton-Sicherungsmauer umgeben und durfte nur mit Sonderausweis betreten werden.

    Eine sogenannte Protokollstrecke über eigens gesperrte Abschnitte der Landstraße und der Autobahn sorgte dafür, dass die Politbüro-Mitglieder morgens innerhalb von vierzig Minuten bei der Arbeit im Ostberliner Zentrum und abends genauso schnell wieder zuhause waren.

    Bescheidener Luxus im goldenen Gefängnis

    Schlecht ging es den Funktionären nicht in ihrem goldenen Gefängnis. Für jedes Politbüro-Mitglied stand ein Einfamilienhaus zur Verfügung. Neben dem „F-Klub“ gab es auch einen Jagd- und Handfeuerwaffen-Schießstand für die leidenschaftlichen Jäger im Politbüro und einen Sportplatz mit Tennisanlage. Im sogenannten äußeren Ring der Mini-Stadt waren eine Gärtnerei, eine Poliklinik sowie Wohn- und Sozialgebäude für Angestellte und Wachpersonal.

    In der Elite-Siedlung arbeiteten zu DDR-Zeiten bis zu 650 Angestellte, die für das Wohl der knapp zwei Dutzend höchsten Funktionäre sorgten. Fairerweise muss man sagen, dass von hier aus auch sämtliche zentralen Veranstaltungen der Partei- und Staatsführung im ganzen Land organisiert wurden, was sicher auch viel Personal band, wie Bergner erzählt. Er schüttelt allerdings den Kopf über die separaten Dienstboten- und Herrschaftseingänge der Häuser, die auch als solche genutzt wurden. „Und das im Sozialismus“, empört sich Bergner.

    Den sagenumwobenen Luxus, wie im Volk vermutet, gab es trotzdem nicht in Wandlitz. Tatsächlich war das Leben der DDR-Elite eher bieder. „Gut, im Vergleich zu einem Hinterhof im Prenzlauer Berg der 1980er Jahre mit Klo auf halber Treppe waren die 7- bis 12-Zimmer-Häuser schon sehr geräumig“, meint Bergner. Es gab auch hier und da mal eine Waschmaschine aus dem Westen und Politbüro-Mitglied Willy Stoph hatte einen eigenen Swimmingpool. Trotzdem haben wohl die bundesdeutsche Führung in Bonn und selbst so mancher Handwerker oder Kneipenwirt in der DDR sicher luxuriöser gewohnt. Was kaum bekannt ist: Die Spitzenpolitiker haben in Wandlitz auch Miete gezahlt. Zwischen 400 und 650 DDR-Mark fielen dafür an, was für damalige Verhältnisse viel war.

    Das Volk ist entsetzt

    Für das Volk war trotzdem Luxus, was es da Ende November plötzlich im Fernsehen sah. Ein Team von Elf99, dem in den Wendetagen besonders forsch aufklärenden Jugendfernsehen der DDR, zeigte zum ersten Mal das Leben in der Bonzensiedlung. Besonders der dortige Konsum mit Westsachen, Bananen und Ananas machte die Menschen wütend. Nach der TV-Reportage pilgerten ein paar Wochen lang täglich Tausende DDR-Bürger nach Wandlitz, um mit eigenen Augen zu sehen, wie „die da oben“ gelebt haben.

    Der Reporter von Elf99 traf in der bereits verwaisten Siedlung auf Politbüro-Mitglied Kurt Hager und dessen Frau. Hager galt als Chefideologe und war in der DDR für die Kultur- und Bildungspolitik verantwortlich. Der Politgreis sprach nun davon, dass er sich in Wandlitz nie wohlgefühlt habe. Hager, der unter den Faschisten im KZ saß, verglich die abgeschirmte Siedlung gar mit einem „Internierungslager“.

    Vertreibung aus dem Paradies

    Auch Erich Honecker, der ehemals mächtigste Mann der DDR, dürfte sich im Herbst`89 isoliert gefühlt haben. Bereits vor dem Mauerfall, im Oktober, wurde er von seinen eigenen Leuten um Egon Krenz gestürzt. Im November 1989 hatte er Wandlitz bereits verlassen und befand sich zur Krebsbehandlung im Berliner Krankenhaus Charité. Als ihm dort aufgrund des öffentlichen Drucks praktisch die Behandlung verwehrt wurde, fanden er und seine Frau ausgerechnet bei einem Pfarrer in Lobetal, unweit der Waldsiedlung, Unterschlupf. Später flohen die Honeckers zur Behandlung auf extraterritorialen Boden, ins sowjetische Militärhospital Beelitz-Heilstätten südlich von Berlin, später von dort weiter nach Moskau und letztendlich nach Chile. Der Rest ist Geschichte. 

    Im Dezember 1989 mussten die restlichen Bewohner der Waldsiedlung diese auf Beschluss der DDR-Regierung unter Ministerpräsident Hans Modrow verlassen. 1990 wurde die Brandenburg Klinik Bernau als erstes großes Rehabilitationszentrum in den neuen Bundesländern auf dem Gelände der Waldsiedlung errichtet. Mit dem Tag der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 begann ein umfassendes Bau- und Renovierungsprogramm. Außer den Reha-Kliniken und anderen neu gebauten Einrichtungen wurden die früheren Wohngebäude vermietet. Eine Vielzahl neuer Wohnhäuser ist hinzugekommen. Erst im Juni 2017 hat die brandenburgische Landesregierung die historische Bebauung der Siedlung unter Denkmalschutz gestellt.

    Der 80-jährige Bergner ist noch immer mit einem beneidenswertem Gedächtnis und Verstand gesegnet und bewegt sich auf dem Gelände wie auf einem Grundstück, das er selbst angelegt hat und wo er jeden Stein kennt.

    Jeden Samstag kann man Paul Bergner in der Waldsiedlung antreffen. Gern zeigt er Besuchern die spärlichen Überreste des Zentrums der Macht der DDR und erzählt dessen Geschichte und Geschichten.

    Bunker für die DDR-Elite gab es in der Waldsiedlung übrigens auch, und Bergner weiß, wo sie sind. Aber das ist eine andere Geschichte, die uns der Archivar von Wandlitz beim nächsten Mal erzählt.

    Nähere Informationen finden Sie unter www.ddr-bunker.de

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    30 Jahre Mauerfall, Walter Ulbricht, Margot Honecker, Erich Honecker, DDR, SED