20:07 14 Dezember 2019
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    Grenzübergang San Ysidro (Archiv)

    US-Marinesoldat wegen Schleuserverdachts festgenommen – nicht der erste Fall in dieser Division

    © AP Photo / Gregory Bull
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    Ein US-Marinesoldat ist festgenommen worden und wird des Schleusens illegaler Migranten beschuldigt, schreibt die Zeitung „Marine Corps Times“ unter Berufung auf einen Sprecher der Marineinfanterie der Vereinigten Staaten.

    Bei dem Festgenommenen handelt es sich demzufolge um einen 20-Jährigen von der 1. Marineinfanteriedivision (1st Marine Division). US-Grenzschutzbeamte nahmen ihn am Montag gegen 01.30 Ortszeit (10.30 MEZ) am Grenzübergang San Ysidro südlich von San Diego (US-Bundesstaat Kalifornien) fest.

    Marine soll angeblich zwei Chinesinnen geschleust haben

    Im Kofferraum des Autos, mit dem der Soldat die US-amerikanisch-mexikanische Grenze passiert hatte, wurden zwei Chinesinnen entdeckt, die keine Erlaubnis zur Einreise in die Vereinigten Staaten hatten. Der 20-Jährige befindet sich derzeit im Gewahrsam bei den zivilen Behörden.

    Frühere Schleuservorwürfe gegen Soldaten der 1st Marine Division in diesem Jahr

    Das ist bereits das zweite Mal in diesem Jahr, dass Marinesoldaten im Zusammenhang mit angeblichem Menschenschmuggel festgenommen wurden, hob das Blatt hervor. Im Sommer wurden bereits Schleuservorwürfe gegen Marines erhoben – und zwar gegen Angehörige derselben Division.

    Früheren Berichten zufolge wurden im Juli zwei Marineinfanteristen unweit der Grenze festgenommen. Auf den Rücksitzen ihres Autos saßen drei Einwanderer ohne Dokumente. Die Ermittlung der Strafverfolgungsbehörde der US-Marine (NCIS) führte am 25. Juli zu einer Massenverhaftung, die gefilmt und von der Zeitung „San Diego Union-Tribune“ veröffentlicht wurde.

    23 Festnahmen im Sommer wegen unterschiedlicher Beschuldigungen

    Insgesamt wurden 23 Marinesoldaten der 1. Marineinfanteriedivision wegen unterschiedlicher angeblicher Straftaten festgenommen. Laut „San Diego Union-Tribune“ wurden den Militärangehörigen außer Schleusen Drogendeals sowie das Stehlen von Nebelgranaten vorgeworfen.

    Ein Richter des Militärgerichts urteilte später, dass die Massenverhaftung vom Juli gesetzwidrig gewesen sei. Sechs der 23 festgenommenen Marineinfanteristen wurden von Militärgerichten schuldig gesprochen.

    Am Dienstag teilte der Sprecher der US Marine Corps, Cameron Edinburgh, gegenüber „Marine Corps Times“ mit, die Marineinfanterie habe auf eine militärgerichtliche Verfolgung der am 25. Juli wegen angeblichen Menschenschmuggels festgenommenen Soldaten verzichtet. Die betroffenen Marines würden stattdessen einer administrativen Strafe untergezogen.

    Offenbar kein Zusammenhang zwischen den Fällen vom Juli und Dezember

    Edinburgh räumte ein, dass die jüngste Festnahme keine Verbindung zu den im Sommer eingetretenen Fällen zu haben scheint.

    mo/sb

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    US-Marineinfanterie, USA