02:00 20 Januar 2020
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    Der Unternehmer Abdullah Zeran aus Frankfurt hat gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ seine für Kontroversen sorgenden Pläne verteidigt, in Frankfurt am Main ein islamisches Schwimmbad mit geschlechtergetrennten Schwimmzeiten zu errichten.

    Die Idee eines Hallenbads speziell für konservative Muslime habe Zeran viel Kritik eingebracht, schreibt das Blatt am Mittwoch unter Berufung auf den Unternehmer. Dies sei zu erwarten gewesen.

    Von der muslimischen Gemeinde habe er aber viel Zuspruch erhalten. In den sozialen Medien, aber auch auf der Straße und am Arbeitsplatz hätten ihn Bekannte wohlwollend angesprochen.

    „Das Schwimmbad ist zu einhundert Prozent erwünscht“, zitiert das Blatt den Geschäftsmann.

    Stadtrat Markus Frank (CDU) schloss laut der Zeitung eine öffentliche Förderung für ein eigenes Schwimmbad nur für Muslime aus. Zeran habe jedoch vor, sich nach anderen Investoren umzusehen, sollte er keine öffentlichen Fördergelder bekommen.

    Der 38-jährige Unternehmer hatte die Idee eines Schwimmbads für Muslime im November öffentlich gemacht. Seiner Meinung nach gibt es dafür eine Marktlücke. Wichtigstes Anliegen sei die Trennung der Schwimmzeiten für Männer und Frauen. Seine Pläne lösten eine Debatte zu grundlegenden Fragen des Zusammenlebens in einer multikulturellen Gesellschaft aus.

    mo/mt

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    Tags:
    Muslime, Frankfurt am Main, Deutschland