09:44 18 Januar 2020
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    Ein Gericht der russischen Stadt Pensa hat am Freitag den Leiter einer lokalen Zelle der in Russland verbotenen Organisation „Zeugen Jehovas“, Wladimir Aluschkin, gemäß dem Artikel über extremistische Tätigkeit zu sechs Jahren Haft verurteilt. Dies berichten russische Medien.

    Aluschkin wurde demnach zu sechs Jahren Haft in einer Kolonie mit allgemeinem Strafvollzug verurteilt. Er war der Organisator der lokalen religiösen Organisation „Zeugen Jehovas“, „Arbekowo, Pensa“ (Arbekowo ist ein Stadtteil in Pensa – Anm. d Red.).

    Fünf weitere Angeklagte wurden zu einer zwei Jahre langen Bewährungsstrafe mit einer Probezeit von drei Jahren verurteilt.

    Wladimir Aluschkin und andere Beschuldigte wiesen alle Vorwürfe zurück. Laut ihren Aussagen waren sie keine Teilnehmer einer juristischen Organisation. Und sich zu den Ideen der „Zeugen Jehovas“ zu bekennen, sei ihnen zufolge nicht gesetzlich verboten.

    Hintergrund

    Dem Gericht zufolge organisierte der 55 Jahre alte Einwohner der Stadt Pensa im Zeitraum vom 6. September 2017 bis zum 15. Juli 2018 die Tätigkeit einer lokalen Zelle der „Zeugen Jehovas“. Seine fünf Nachfolger beteiligten sich demnach vom 18. Juli 2017 bis zum 15. Juli 2018 an der Tätigkeit dieser verbotenen Organisation, an ihren religiösen Versammlungen.

    Unter anderem sammelte der Angeklagte Spenden von Adepten der „Zeugen Jehovas“, die danach an das „Verwaltungszentrum der Zeugen Jehovas in Russland“ geschickt wurden.

    Das Oberste Gericht Russlands hatte Ende April 2017 auf einen Klageantrag des russischen Justizministeriums hin die Tätigkeit der „Zeugen Jehovas“ im Land verboten und diese Organisation als extremistisch eingestuft. Später trug das Justizministerium Russlands die „Zeugen Jehovas“ in die Liste der im Land verbotenen Organisationen ein.

    ak/mt/sna

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    Tags:
    Extremismus, Haft, Urteil, Gericht, Zeugen Jehowas, Pensa, Russland