20:57 21 Januar 2020
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    Nach einem versuchten Cyber-Angriff ist die Stadt Frankfurt wieder online. Noch am Abend werde voraussichtlich auch die Webseite der hessischen Großstadt wieder erreichbar sein. Am Freitag müsse auch in den Ämtern wieder Normalbetrieb möglich sein, so die Hoffnung der Stadt.

    „Alle Systeme laufen wieder”, sagte hierzu Günter Murr, der Sprecher des IT-Dezernats am Donnerstagabend.

    Die Stadt hatte ihren Bürgerservice am Donnerstag stark eingeschränkt und ihr IT-System vorsichtshalber vom Netz genommen. Alle städtischen Ämter mussten für die Öffentlichkeit geschlossen bleiben, Mitarbeiter waren per Mail nicht erreichbar und auch das Internetportal konnte nicht abgerufen werden. Am Mittwoch war eine „sehr gut getarnte” E-Mail mit Schadsoftware an einen Mitarbeiter geschickt worden, so der Sprecher.

    Die Sicherheitssysteme hätten am Mittwochmittag Alarm geschlagen, nachdem die infizierte E-Mail aufgeschlagen war.

    „Wir müssen davon ausgehen, dass das nicht die einzige Mail war”, sagte Murr.

    Deshalb seien sicherheitshalber alle Systeme heruntergefahren worden.

    „Diese werden erst wieder in Betrieb genommen, wenn wir sicher sein können, dass diese sauber sind.”

    Momentan hätte man noch keinen Schaden entdeckt und gehe nicht davon aus, dass ein Schaden entstanden sei, hatte Murr am Donnerstag den Cyber-Angriff bewertet.

    Er gehe aber von einer „offensichtlichen Schädigungsabsicht” aus. Ein Forensiker sei damit beauftragt, „die kriminellen Hintergründe zu untersuchen”.

    Die Bürger konnten sich am Donnerstag telefonisch an die Ämter wenden. Viele Dienstleistungen blieben ohne die Computer aber erst einmal liegen.

    „Es ist leider so, dass heute offline gar nichts mehr funktioniert”.

    Betroffen war auch die Bürokommunikation der Feuerwehr, Rettungsdienst und Brandschutz waren nach Angaben eines Sprechers aber gewährleistet.

    Auch Bad Homburg nahm am Donnerstag seine IT-Systeme vom Netz.

    „Da der Verdacht besteht, dass das Netzwerk der Stadt Bad Homburg mit einer Schadsoftware befallen ist, hat die Verwaltung vorsorglich sämtliche Systeme runterfahren lassen”, berichtete die Kommune am Donnerstag auf ihrer Homepage.

    Bis auf weiteres werde nur ein eingeschränkter Service angeboten, auch die telefonische Erreichbarkeit sei betroffen.

    Mit der zunehmenden Digitalisierung der Verwaltung wächst die digitale Angriffsfläche von Behörden. Zumeist werden Attacken automatisiert erkannt und abgewehrt.

    ng/dpa

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