19:58 28 November 2020
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    Vor dem Hintergrund der jüngsten Ergebnisse des Schulleistungsvergleichs Pisa ruft nun das deutsche Bildungsministerium dazu auf, in den Familien mehr vorzulesen.

    „Eltern sollten ihren Kindern schon früh vermitteln, dass Lesen und Bücher zum Leben gehören und das Leben bereichern“, so die Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. Die Eltern und auch Omas und Opas sollten Kindern möglichst früh vorlesen.

    „Am besten jeden Abend vor dem Schlafengehen. Das stärkt auch die Beziehung zu den Kindern“, sagte Karliczek weiter.

    Gerade die Weihnachtszeit bietet sich nach Ansicht der Bildungsministerin zum gemeinsamen Lesen in den Familien an.

    Die Pisa-Studie hatte im Bereich Lesen einige besorgniserregende Befunde hervorgebracht: Jeder zweite Jugendliche liest nur, wenn es sein muss. Jeder Dritte sagt, Lesen sei Zeitverschwendung. Lesen als liebstes Hobby gab bei der Umfrage nur jeder Vierte an.

    Zudem kam heraus, dass jeder fünfte 15-Jährige in Deutschland einen Text nicht sinnverstehend lesen kann. Die Bildungsministerin nannte das „erschreckend“. In einem hoch entwickelten Land wie Deutschland müsse jeder gut lesen können, um in der Gesellschaft und im Arbeitsleben gut zurechtzukommen.

    „Wir müssen alle versuchen, das zu ändern – die Eltern, die Schule, wir alle.“

    om/ae/dpa

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    Bücher, Familie, Schüler, Leistungen, Niveau, Lesen, Pisa, Deutschland