18:24 25 Januar 2020
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    In einem Pfarrhaus im sächsischen Aue ist es an Heiligabend bei einer Geschenkausgabe während eines Weihnachtsfests für Arme zu einem heftigen Streit zwischen Bedürftigen gekommen, ein Mitarbeiter der Gemeinde ist dabei schwer verletzt worden.

    Jedes Jahr lädt die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde St. Nicolai Arme und Obdachlose ein, gemeinsam den Heiligabend zu verbringen. Auch in diesem Jahr versammelten sich am 24. Dezember Bedürftige im Pfarrhaus. Wie die Polizeidirektion Chemnitz mitteilt, soll es während der Geschenkausgabe zu Streitigkeiten mit einem Mann aus Syrien gekommen sein.

    Der 53-jährige sei daraufhin der Veranstaltung und des Pfarrhauses verwiesen worden, wenig später seien jedoch mehrere Männer „aus dem arabischen Raum“ im Pfarramt aufgetaucht. Ein erneuter Streit sei in Handgreiflichkeiten gegen einen 34-jährigen Iraner ausgeartet.

    Versuch einer Schlichtung endet beinahe tödlich

    Ein 51-Jähriger Gemeindemitarbeiter habe den Streit schlichten wollen und fuhr dazwischen, sei dabei aber mit einem spitzen Gegenstand niedergestochen worden. Der Schwerverletze sei mit Stichverletzungen am Bauch in ein Krankenhaus gebracht worden und sei noch in der Nacht notoperiert werden müssen, teilte der Außendienstleiter der Polizeidirektion Chemnitz gegenüber MDR mit.

    Der 34-Jährige sei leicht verletzt worden. Die Gruppe sei noch vor dem Antreffen der Polizei geflüchtet, der 53-Jährige Syrer, der zunächst des Pfarrhauses verwiesen wurde, sei von der Beamten an seiner Wohnadresse angetroffen worden. Eine Beteiligung des Mannes an dem Angriff werde ermittelt.

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