06:49 28 November 2020
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    Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland ist in diesem Jahr laut den Eurostat-Zahlen erneut leicht rückläufig. Mindestens 133.270 Menschen beantragten von Januar bis November dieses Jahres Asyl in Deutschland – 13 Prozent weniger als im entsprechenden Zeitraum 2018, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe am Donnerstag.

    Auf EU-Ebene sollen demnach 111.015 Erstanträge auf Deutschland entfallen sein (23 Prozent). Dies bedeutet, dass Deutschland weiterhin das Hauptzielland für Asylbewerber bleibt. Noch im Vorjahr hatte die Quote für Deutschland laut der Statistik-Behörde bei 28 Prozent (von insgesamt 580.800 Asylbewerbern) gelegen, 2017 bei 31 Prozent.

    Die Hauptherkunftsländer der Asylsuchenden seien Syrien, Afghanistan und Venezuela gewesen.

    In der gesamten EU sei hingegen ein leichter Anstieg der erstmaligen Asylanträge zu verzeichnen. Sie liege zwischen Januar und Oktober bei 473.215, also um 8,6 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Besonders deutlich sollen die Zahlen der Asylanträge in Frankreich und Spanien gestiegen sein.

    Zuvor hatte die europäische Grenzschutzagentur Frontex auch einen starken Rückgang der illegalen Einreisen in die EU vermeldet. Bis Jahresende soll die Zahl der irregulären Grenzübertritte voraussichtlich bei rund 120.000 liegen. Im Rekordjahr 2015 hatte Frontex noch 1,2 Millionen illegale Einreisen registriert.

    aa/sb

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    Tags:
    EU, Rückgang, Asylbewerber, Asylanträge, Deutschland