22:41 27 Februar 2020
SNA Radio
    Gesellschaft
    Zum Kurzlink
    7513
    Abonnieren

    Das Bundesjustizministerium hat am Dienstag einen Gesetzentwurf zum Verbot der Geschlechtsänderung bei Minderjährigen vorgelegt. Operationen an den inneren und äußeren Geschlechtsmerkmalen sollen demzufolge nur in dem Fall zulässig sein, wenn eine Gefahr für die Gesundheit des Kindes besteht.

    14-Jährige sollen allerdings mit Genehmigung eines Familiengerichts selbst darüber entscheiden dürfen, ob sie sich einer operativen Geschlechtsumwandlung unterziehen wollen. Die Genehmigung wird dann erteilt, wenn Kind und Eltern in einen Eingriff einwilligen, wobei die Entscheidung dem Wohl des Minderjährigen nicht widerspricht.

    In Deutschland werden Operationen bei Kindern, die ohne eindeutige Geschlechtsmerkmale geboren werden, laut dem Entwurf häufig durchgeführt, obwohl der Eingriff nicht notwendig sei.

    Die Entscheidung solle erst dann getroffen werden, wenn das Kind „die nötige Reife“ dafür habe, hieß es.

    2017 ging das Bundesverfassungsgericht davon aus, dass rund eins von 500 neugeborenen Babys in Deutschland mit uneindeutigem Geschlecht geboren wird. Es gibt aber Studien, die auf eine deutlich geringere Häufigkeit hinweisen.

    jeg/mt/dpa

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Idlib: Türkische Militärs unter Beschuss geraten – neun Tote
    Syrische Luftverteidigung wehrt türkische Angriffsdrohne in Idlib ab
    Nach Tötung Soleimanis: Abgeordnete der Linksfraktion stellen Strafanzeige gegen Merkel
    Tags:
    Verbot, Eingriff, Änderung, Geschlecht, Kinder, Deutschland